13. Juli 2011

Handlung: Der belgische Zöllner Ruben Vandevoorde ist entsetzt: Die Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Belgien sollen gelockert werden, Europa wächst immer mehr zusammen. Für den Franzosenhasser eine Katastrophe. Doch es kommt noch schlimmer: Da er sich vor lauter Ignoranz den Nachbarn gegenüber gehen lässt, muss er zusammen mit dem französischen Zollbeamten Mathias Ducatel Undercover-Dienst schieben. Dass der heimlich mit seiner Schwester zusammen ist, macht die Sache nicht gerade leichter. Als zwischen den beiden Männern tatsächlich so etwas wie Freundschaft entsteht, kommt genau dieses Geheimnis heraus…
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Verfasst von cap82
22. März 2011

Handlung: 1977: Das scheinbar perfekte Familienidyll: Der ehrgeizige Vater Robert Pujol leitet die Regenschirmfabrik des Schwiegervaters, seine Frau Suzanne kümmert sich um das Haus und die beiden erwachsenen Kinder Laurent und Joelle gehen ihren Weg. Doch Suzannes Ego bekommt einen Knacks, als sie begreift, dass sie für den herrischen Mann nicht viel mehr als ein Schmuckstück ist. Als Pujol Ärger mit streikenden Fabrikarbeitern bekommt und in all der Aufregung einen Herzanfall erleidet, ist Suzannes große Stunde gekommen. Sie übernimmt die Position ihres Mannes und wird Geschäftsführerin.
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Verfasst von cap82
11. März 2010

Springende Delfine, jagende Haie, sich sonnende Robben und wandernde Krebse: Die französischen Naturfilmer Jacques Perrin und Jacques Cluzaud präsentieren faszinierende Bilder aus den Meeren und von den Küsten & Stränden unserer Erde. Aus einmaligen Perspektiven (beispielsweise unmittelbar unter einem Rochen hindurch) und mit völlig neuen Einblicken in eine unterschätzte und größtenteils unbekannte Welt. Trotz der Schönheit und Friedlichkeit der Bilder schwimmt ein kritischer Unterton mit. Denn Umweltverschmutzung und Klimawandel bedrohen die Artenvielfalt der Unterwasserwelt. Trotz beeindruckender Aufnahmen bleibt der Aussagegehalt allerdings auf der Strecke. Vielleicht wollten die Filmemacher den mahnenden Zeigefinger nicht zu sehr erheben um die Menschen vordergründig wegen der schönen Aufnahmen ins Kino zu locken und nicht mit zuviel Moralgehalt abzuschrecken, aber dennoch empfand ich die eingestreute Kritik als zu knapp. Gerade weil das Leben in den Meerestiefen so geheimnisvoll, fremd und unbekannt ist, wären außerdem mehr Beschreibungen und Erläuterungen des Gesehenen von Vorteil gewesen. Auch unter dem Aspekt, dass Eltern mit ihren Kindern den Film ohne Altersbeschränkung besuchen, hätten mehr Erklärungen der Bilderwelt mehr Gewinn erbracht. So entwickelt sich „Unsere Ozeane“ an vielen Stellen in Richtung Belanglosigkeit und könnte auch eine Dokumentation sein, die im Fernsehprogramm läuft – obwohl sie dafür schon wieder zu wenig informativ ist. Die Sequenzen in denen der Großvater dem Enkel beeindruckte Dinge zeigt, auf Probleme hinweist oder Lebensweisheiten mitgibt, wirken dagegen schon wieder zu philosophisch und pathetisch um sich gut in den Film einzufügen. Trotz dieser Haken bleiben dem Zuschauer tolle Aufnahmen vom Meer und deren Bewohner, die von den beiden Filmemachern über vier Jahre hinweg gesammelt wurden. Das Händchen für besondere Details und noch nie gesehene Aspekte haben die Macher in jedem Fall, aber wer sich Informationen und eine Begleitung durch das Geschehen wünscht, wird enttäuscht. Man ist gezwungen alleine durch den Film zu „gehen“ und es liegt im persönlichen Ermessen welchen Schluss man daraus zieht. Manchen mag das reichen weil es durch die tollen Aufnahmen wettgemacht wird, aber manche werden sich etwas verloren fühlen und dem Film so nicht genug abgewinnen können. Ich gehöre zu letztere Kategorie.
Der Film läuft seit dem 25. Februar in den deutschen Lichtspielhäusern.
3 von 6 Sternen 


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Verfasst von cap82
14. Dezember 2009

Handlung: 1912: Der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde zieht in ein Haus im französischen Städtchen Senils. Dort will er sich vom hektischen Großstadtleben erholen und dem Schreiben widmen. Als Haushaltshilfe wird ihm die unscheinbare Séraphine gestellt, die ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllt, aber nicht sonderlich gesellig auf Uhde wirkt. Eines Tages entdeckt er bei den Nachbarn ein kleines, auf Holz gemaltes Bild, dass er sofort fasziniert kauft. Sehr groß ist seine Verwunderung als er erfährt, dass Séraphine die Malerin dieses kleinen Gemäldes mit Blumenmotiv ist. Die mittellose und bereits in die Jahre gekommene Frau steckt all ihr Geld in Malutensilien und mischt sich ihre Farben größtenteils aus Naturrohstoffen. Tagsüber verdient sie sich ihr Geld zum leben und nachts malt sie in ihrem kleinen Zimmer die naturverbundenen floralen Bilder. Uhde ist so begeistert von ihrem Talent, dass er Séraphine fördern möchte und ihre Bilder sogar ausstellen will. Noch bevor es dazu kommt, bricht der 1.Weltkrieg aus, was den Kunstsammler dazu zwingt aus Frankreich zu fliehen. Die verschlossene Malerin bleibt zurück und widmet sich weiterhin der Kunst, auch noch während vor der Türe bereits die Bomben fallen. Viele Jahre später kann Uhde Séraphine erneut ausfindig machen und ist immer noch begeistert von deren Motiven. Doch inzwischen hat sich einiges geändert. Die finanziellen Mittel des Kunstsammlers reichen nicht mehr aus um eine Ausstellung in Paris ohne weiteres auf die Beine zu stellen. Doch Séraphine wird immer ungeduldiger und flüchtet sich verstärkt in eine eigene Welt.
Kritik: Die bis heute weitgehend unbekannten Künstlerin Séraphine Louis war eine der zentralen Vertreterinnen der „Naiven Kunst“. Regisseur Martin Provost wollte dieser Malerin ein filmisches Denkmal setzen, indem er ihr Schaffen und Leben detailgetreu verfilmte. Mit Yolande Moreau in der Hauptrolle avancierte der Film in Frankreich sehr schnell zum Publikumsliebling und gewann sieben Césars –das französische Pedant zum Oscar. Das sensible Drama zeigt das Leben der unscheinbaren Séraphine ohne Schnörkel oder Spielereien. Fast zu nüchtern und trist erscheint die Handlung, in der Séraphine zunächst die Hausdame für Uhde gibt und in ihrer Eigenart wenig Kontakt zu ihm aufbaut. Erst ihre Kunst macht sie interessant für den deutschen Kunstexperten, doch leider verhindert der 1.Weltkrieg, dass Séraphine vor breitem Publikum die Anerkennung erlangt, die sie gemäß ihrer Bilder verdient hätte. Genau daran zerbricht sie, und das stellt Provost auch gelungen dar. Moreau spielt außerordentlich gut, und dennoch lässt der Film etwas vermissen: Die Bilder der Künstlerin kommen kaum zur Geltung. Lediglich als Séraphine ihre großen Bilder den Nachbarn und Freunden präsentiert (fast wie in einer privaten Vernissage als Ersatz für die Öffentlichkeit, die sie nie erreichte) kommen die Werke zur Geltung. Abgesehen davon geht es vielmehr um das Drama einer einsamen und isolierten Frau, die ihr großes Talent aufgrund der Umstände nicht völlig ausschöpfen kann. Bei einer Länge von 125 Minuten könnte dem ein oder anderen Zuschauer die Luft ausgehen, um diesen Film mit vollkommener Aufmerksamkeit zu verfolgen. Denn er ist keine leichte Kost und stellt ein sehr nüchternes Porträt der Künstlerin dar. Vor dem Hintergrund dass sie so bunte und verspielte Blumenlandschaften malte, hätte sich der Regisseur vielleicht visuell noch etwas mehr einfallen lassen können, um das Schaffen der Séraphine Louis besser zu würdigen. So bleibt das Bild etwas kühl und düster, worunter der Film leidet und einige Abstriche nötig macht.
Séraphine startet am 17. Dezember in den deutschen Kinos
3 von 6 Sternen 


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Verfasst von cap82