Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft (Kritik)

9. November 2009

hachiko

Handlung: Eines Abends findet Professor Parker auf seinem Heimweg einen herrenlosen Hundewelpen am Bahnhof. Zunächst hofft er noch möglichst schnell den Besitzer ausfindig zu machen, zumal auch seine Frau nicht gerade begeistert von dem verspielten Vierbeiner ist. Doch nachdem sich niemand meldet, ist es um Parker bereits geschehen: Er hat den Hund in sein Herz geschlossen. Er findet heraus, dass der knuffige Freund bereits den Namen Hachiko trägt und ein Akita ist – eine sehr alte und edle Hunderassen aus Japan. Damit erklären sich auch die Eigenheiten von Hachiko: Er wird zwar ein treuer Gefährte, ist aber nicht dafür zu gewinnen einen Ball zu aportieren. Zwischen Parker und seinem Hund entwickelt sich im Laufe der Zeit eine immer tiefere Bindung. Schließlich begleitet Hachiko sein Herrchen jeden Morgen zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder dort ab. Auch als Parker eines Tages nicht mehr am Bahnhof ankommt wartet Hachiko geduldig…

Kritik: Wer sich einmal wieder einen richtig anrührenden Film anschauen möchte und noch dazu Tiere mag, ist in diesem Streifen genau richtig. Regisseur Lasse Hallström verfilmt einen alten Stoff neu und lässt seinen Freund Richard Gere gerne die Hauptrolle übernehmen – von ihm bekam er nämlich das Drehbuch und war sofort neugierig. Der wahre Hachiko und sein Herrchen Professor Hidesaburo Ueno lebten in den zwanziger Jahren, in denen es bereits nur noch etwa 30 reinrassige Akita-Hunde in Japan gab. Nachdem der Professor an einem Herzinfarkt starb, kam Hachiko dennoch den Rest seines Lebens jeden Tag zur gleichen Zeit zum Bahnhof, um auf seinen Gefährten zu warten. Ihm und seiner lebenslangen Treue zu Ehren wurde am Bahnhof eine Bronzestatue von ihm errichtet. Bereits 1987 wurde Hachikos Geschichte in Japan verfilmt und wurde ein Blockbuster. Diese US-amerikanische Version zeichnet den Lebensweg Hachikos einfühlsam nach und macht den Hund eindeutig zum Star des Geschehens. Natürlich überzeugt auch der alte Hase Richard Gere in der Rolle des wesensguten und anständigen Parker. Mit dieser Mischung ergibt sich ein rührender Film über eine einzigartige Freundschaft zwischen Mensch und Tier, die nicht nur Tierliebhaber begeistern wird. Die Geschichte lädt zum zurücklehnen ein und kommt völlig ohne haarsträubende Action, brachialen Humor oder Special Effects aus. Stattdessen besinnt der Film auf andere Werte und erinnert fast ein bisschen an die alten Lassie-Filme. Aber hier geht es nicht um einen perfekten Hund, der auf wundersame Weise alles versteht was man ihm sagt und der damit sogar Leben zu retten vermag, sondern um eine wahre Geschichte eines treuen Hundes. Das rührt noch mehr als ein ganzer Haufen süßer Collies.
Hachiko startet am 12.11. in den deutschen Kinos – und Taschentücher nicht vergessen!

5 von 6 Sternen *****

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Ein emotionales Wochenende mit einem Hauch von Halloween

2. November 2009

Allen Halloween-Partys und Motto-Veranstaltungen zum trotz hatte ich vorwiegend ein klassisches Couchpotato-Wochenende. Wohl gemerkt heißt das bei mir nicht von morgens bis abends vor der Flimmerkiste liegen – sondern nur zeitweise. „Big Bang Theorie“, „Scrubs“ und „Die Simpsons“ wollte ich nämlich nicht verpassen. Halloween-Specials durften da natürlich auch nicht fehlen. Abgesehen davon bekam ich aber nichts von dem Geister- und Gruselfest mit. Am Samstagabend lief Stefan Raab beim abendfüllenden Format „Schlag den Raab“ wieder zur Hochform auf. Der Kandidat – ein belesener Professor – war zwar um Längen sympathischer als Hans-Martin vom letzten Mal, aber eine echte Chance schien er leider nicht zu haben. Nur 20 Punkte holte er im TV-Duell und musste den Traum von 500.000 € kurz vor 1 Uhr nachts aufgeben. Irgendwie tat mir das richtig leid und mit dem Gefühl ging ich kurz darauf auch zu Bett.

Am Sonntag sah ich ein zweites Mal den rührenden Film Hachiko (Filmkritik dazu folgt bald hier). Verströmte ich beim ersten Mal schon eine Menge Tränen, reichte mir diesmal schon der Ausblick auf den weiteren Filmverlauf, um mir bereits zu Beginn der Vorführung nasse Augen zu verursachen. Gegen Ende stapelten sich die verbrauchten Taschentücher (zu meiner Verteidigung: ich habe auch noch Schnupfen der das Ganze begünstigte) und ich wunderte mich schon, dass meine Tränendrüsen noch was hergaben. Auf die geschwollenen Augen am nächsten Tag freute ich mich schon außerordentlich. Arg gebeutelt und mit gesenktem Haupt (ich sehe mit verheulten Augen echt grauenhaft aus!) machte ich mich auf den Heimweg. Dank Regengüssen wurde an dem Abend noch mehr nass als nur meine Augen. Da fiel es vielleicht nicht mehr ganz so auf. So bleiben mir heute von meinem Wochenende nachhallende sentimentale Gefühle und geschwollene Augen. ;o)


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