15. Juli 2011

Handlung: Annie steht nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens: Ihre Selbstständigkeit als Cafe-Besitzerin führte sie in den Bankrott und statt einer reifen Beziehung pflegt sie nur eine sporadische Affäre mit einem selbstverliebten Macho, der sie nach dem Sex elegant vor die Tür setzt. Als sich dann auch noch ihre beste Freundin Lillian verlobt und Annie beim Aufeinandertreffen der Brautjungfern, ihre schärfste Konkurrentin kennenlernt, geht es weiter bergab. Den Junggesellinenabschied ruiniert Annie ungewollt und auch bei der Kleideranprobe geht einiges daneben. In ihrer steigenden Verzweiflung bemerkt Annie noch nicht einmal, dass sie einen ganz besonderen Mann kennenlernt, der sie nicht nur für das Eine haben will.
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Verfasst von cap82
30. März 2010

Handlung: Phillip Greenberg steht mitten im Leben und kann sich wirklich nicht beschweren: Verheiratet, zwei bezaubernde Kinder, ein Familienhund und eine Villa inklusive Pool als Eigenheim. Da ist der Urlaub in Vietnam bloß noch das I-Tüpfelchen – Haushaltshilfe Florence kümmert sich unterdessen um den Hund und alles was so anfällt. Dazu gehört dann wohl auch Roger, Phillips Bruder, der während des Familienurlaubs in der schicken Hütte leben darf. Der Ex-Musiker hält sich inzwischen mit Tischlerarbeiten über Wasser und versucht sich gerade Mal im Nichts tun. Der allein stehende Vierzigjährige hat so einige Marotten und war nach einem Zusammenbruch bereits im Krankenhaus, von seinen zahlreichen Therapien ganz abgesehen. Am meisten dreht er auf wenn er Beschwerdebriefe an diverse Unternehmen formuliert, doch im Umgang mit seinen Mitmenschen hält er sich entweder total zurück oder bekommt unverständliche Wutausbrüche. Auch die wesentlich jüngere Haushaltshilfe Florence bekommt Rogers Eigenheiten zu spüren. Doch die Einsamkeit und die Sorge um den kranken Haushund lassen die Beiden immer wieder aufeinander treffen und sich näher kommen. Roger ist dabei nur leider kein leichter Zeitgeselle. Dennoch kommt Florence nicht umhin Gefühle für den Kauz zu entwickeln.
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Verfasst von cap82
2. Februar 2010

Handlung: Seine Angestellten zu feuern ist keine leichte Sache. Für manche Chefetagen ist das eine so unangenehme Sache, dass sie lieber eine Firma damit beauftragen, die Kündigungen auf schonende und sachliche Weise vorzunehmen. Ryan Bingham ist der fähigste Mitarbeiter einer solchen Firma, er kündigt den armen Mitarbeitern gekonnt und professionell, egal wie sie reagieren. Außerdem liebt er die ständigen Flüge in allerlei Städte der USA um die Kündigungen persönlich vorzunehmen, da zu Hause sowieso niemand auf ihn wartet. Sein kleines Appartement enthält für seine kurzen Aufenthalte nur das Allernötigste und er ist richtig froh, wenn er wieder im nächsten Flieger sitzt um seine Arbeit zu machen und fleißig Flugmeilen zu sammeln. Bei all dem hat der alternde Ryan eine sehr klare Vorstellung von seinem künftigen Leben: Niemals heiraten, niemals Kinder kriegen und auch die Liebe wird überschätzt. Er hält sogar Vorträge darüber, dass persönliche Bindungen nur störender Ballast sind. Doch nach und nach bringen ihn ein paar Begegnungen ins Wanken, was seine nüchterne Sichtweise betrifft. Zunächst lernt er die Geschäftsfrau Alex kennen, mit der er sofort auf einer Wellenlänge liegt. Sie haben offensichtlich das gleiche Leben, die gleichen Interessen und lassen sich auf eine lockere Affäre miteinander ein. Doch schon kurz darauf droht Ryans gewohntes Leben zwischen Flieger und Hotelaufenthalt zu enden, denn in seiner Firma gibt es eine neue Mitarbeiterin namens Natalie, die ein neues Konzept vorstellt: Kündigungen via Webcam, das würde Kosten sparen und alle Mitarbeiter künftig an den Schreibtisch fesseln. Lange Flüge und Reisen wären dann nicht mehr nötig. Ryan kocht vor Wut und das wird auch nicht besser, als Natalie ihn bei seinen nächsten Reisen begleiten soll um den Arbeitsablauf der Firma besser kennen zu lernen. Ist es tatsächlich bald aus mit dem angenehmen Leben, das keiner Sesshaftigkeit bedarf? Oder kommt Ryan eines Tages doch noch zu der Einsicht, dass das Leben ohne persönliche Bindungen und Jemanden an seiner Seite ganz schön trostlos und einsam sein kann?
Kritik: Ein smarter und cooler George Clooney, dessen überzeugte Einzelgänger-Haltung langsam ins Wanken gerät. Das klingt nach einer guten Grundidee mit männlichem Publikumsmagnet für eine flotte und unterhaltsame Komödie. Das trifft auf „Up in the Air“ zwar auch zu, aber diese Wirkung ist wohlgemerkt ziemlich kurzweilig. Zunächst stehen die systematischen Kündigungen im Fokus der Handlung. Dabei wird die Ironie deutlich, dass trotz der schwersten Wirtschaftskrise immer noch ein paar Gewinner übrig bleiben. In diesem Fall eine Firma, die Mitarbeitern diverser Unternehmen beibringt, dass sie ihren Job verlieren. Somit erlebt der Zuschauer die allgegenwärtige Wirtschaftskrise aus einem neuen Blickwinkel. Und zwar aus dem einer Person, die davon noch profitiert und ein Leben mit Bonuspunkten und Kreditkarten genießen kann. Doch dann spielen zwischenmenschliche Beziehungen eine immer größere Rolle und irgendwann befindet sich die aalglatte Hautfigur Ryan, mit der fragwürdigen Meinung ein Leben allein würde Erfüllung bringen, auf der Hochzeit seiner kleinen Schwester. Das passt insgesamt einfach nicht zusammen und lässt ein rundes, abgestimmtes Filmerlebnis vermissen. Wahrscheinlich sollte die Veränderung der Einstellung des Hauptcharakters geschickt dargestellt werden, indem er sich vom grauen Arbeitsalltag immer mehr entfernt, aber herausgekommen ist eher ein Mix aus Gesellschaftssatire und seichter Liebeskomödie, der einen gemeinsamen Nenner vermissen lässt. Das Grundthema ist wohl die Liebe und die Freundschaft, das was den Menschen stark und glücklich macht – gegen Ende werden die Fäden dieses Films auch wieder ein bisschen zusammengeführt. Dennoch fehlt es „Up in the Air“ ein bisschen an Pfiff und originellem Humor um im Gedächtnis zu bleiben. Neben einigen guten Einfällen, zum Beispiel den aneinander gereihten Szenen der gekündigten Mitarbeiter und ihren Reaktionen oder der Fotopappe des künftigen Brautpaares das an verschiedenen Plätzen der Welt geknipst werden soll, gibt es auch einige dröge Sequenzen. Die Botschaft des Filmes, dass geliebte Menschen eben kein Ballast sondern vielmehr eine Bereicherung für das Leben sind, ist dann trotz aller Satire, Überspitzung und Themenmischmasch eine sehr simple Botschaft. Was Protagonist Ryan erst innerhalb von 109 Filmminuten lernen muss, war dem Zuschauer von vorneherein klar. Mit einem Aha-Effekt braucht man bei diesem Film also wirklich nicht zu rechnen. Von der heute bekannt gegebenen Oscarnominierung für den „Besten Film“ sollte man sich an dieser Stelle nicht zu sehr blenden lassen, denn dazu fehlt es dem Streifen definitiv an Einfalls- und Überzeugungskraft.
Fazit: Ein Film zwischen Romanze, Komödie und Gesellschaftskritik, der aber leider keine gelungene Mischung daraus entwirft, sondern einen ungeordneten Mix. Da rettet auch ein selbstbewusster, aber auf völlig falschen Faden wandelnder George Clooney nicht viel. Ein paar schöne Ideen retten die Handlung zu einer netten Unterhaltung für einen Kinoabend, aber im Gedächtnis bleibt dieser bemühte und doch mit einer so simplen Botschaft versehene Streifen leider nicht.
Der Film startet am 04.Februar 2010 in den deutschen Kinos.
3 von 6 Sternen 


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Verfasst von cap82
31. Dezember 2009

Handlung: Tiana ist jung, hübsch und warmherzig – aber eines ist sie nicht: eine Prinzessin. Ihre beste Freundin Charlotte ist zwar auch keine, aber lebt zumindest so. Während der reiche Vater Big Daddy ihr jeden Wunsch von den Augen abliest, muss Tiara hart arbeiten um ihren bescheidenen Verhältnissen zu entkommen. Sie schuftet Tag und Nacht und spart dabei jeden Cent um den Traum des verstorbenen Vaters zu verwirklichen: Ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Charlotte strebt nach ganz anderen Dingen: Ein waschechter Prinz kommt in die Stadt und sie wünscht sich nichts mehr, als ihn zu heiraten. Tatsächlich besucht der stattliche Prinz Naveen eine Party auf dem Anwesen von Charlottes Vater und scheint angetan. Keiner ahnt dass der echte Prinz kurz vorher einem hinterlistigen Vodoomeister aufgesessen ist und in einen Frosch verwandelt wurde. Erlösen kann ich nur der Kuss einer Prinzessin. Also setzt er alles daran seine menschliche Gestalt wieder zu erlangen. So sitzt er nun vor der überraschten Tiana, die er aufgrund eines Kostüms für die Prinzessin hält. Da er ihr anbietet, ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen, überwindet sie sich zu einem Kuss und muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie dadurch selbst in einen Frosch verwandelt wurde. Nun stehen zwei tollpatschige Frösche vor der Herausforderung ihres Lebens – den Zauber brechen und wieder zu Menschen werden…
Kritik: Zwischen Animationen und computergenerierten Helden hat sich Disney Pictures, pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsfest, auf seine Wurzeln zurückbesonnen: Den traditionellen Trickfilm, wenn auch nicht mehr im Stil von Schneewittchen und Cinderella, sondern mit eingestreuten, eindrucksvollen Effekten. Pate steht die Geschichte vom Froschkönig, aber mit vielen Abwandlungen und neuen Elementen. Dabei bleibt die Geschichte überschaubar für Kinder, fächert sich gleichzeitig aber auch komplexer für Erwachsene auf. Fast schon einen Tick zu stark präsentiert sich die Moral der Geschichte. Es geht darum sich selbst zu erforschen, erwachsen zu werden, sein Glück zu finden und sich dabei nicht von unwichtigen Dingen täuschen zu lassen. Gleichzeitig wird illustriert dass Faulheit in Probleme führt und sich harte Arbeit auszahlt. Fast etwas viel des Guten, aber Disney bleibt sich eben treu wenn es darum geht, dass die Filme auch pädagogisch wertvoll sein sollen.
„Küss den Frosch“ ist gleichzeitig sehr unterhaltsam und zeigt einen schönen Humor – wieder sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Der Schauplatz New Orleans und die Abwesenheit einer waschechten Prinzessin bringen modernen Charme in die Handlung. Altbewährte Mittel sind die helfenden Gefährten, die den eigentlichen Helden mit Witz und kleinen Eigenheiten zur Seite stehen. In diesem Fall sind das ein Alligator, das gerne ein Mensch sein will um mit den „Großen des Jazz“ musizieren zu können und ein lispelndes Glühwürmchen, das glaubt in einem Morgenstern die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. An Ideen fehlt es den Filmemacher bei Disney also eindeutig nicht. Auch ein böser Gegenspieler, der böse Dr. Facilier, darf nicht fehlen, die Helden sind auf der anderen Seite nicht so vollkommen und immer gut wie in den klassischen Märchengeschichten. Der Prinz und auch Tiana müssen noch einiges lernen bevor sie in ihrem Leben wirklich glücklich und zufrieden werden können. Dass dies dann auch wirklich klappt, ist im wahren Leben nicht so sicher wie hier, aber das ist nun mal die märchenhafte Magie der Disneyfilme. Das alles wird gespickt mit Gesangs- und Tanzeinlagen in denen auch ein paar der bereits erwähnten Animationen und Effekte eingestreut werden.
Mit dieser neuen Produktion wurde ein modernes Märchen geschaffen, das ein altes Erfolgsrezept mit zeitgemäßen Elementen mixt um eine bezaubernde Geschichte zu schaffen. Für Groß und Klein eine wunderbare Gelegenheit sich für etwa 90 Minuten in den Kinosessel zu kuscheln und in eine andere Welt entführen zu lassen.
Küss den Frosch läuft bereits seit dem 10.Dezember in den deutschen Kinos.
5 von 6 Sternen 




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Verfasst von cap82
25. November 2009

Handlung: Lucy Hill ist eine Karriere-Frau: In einem großen Unternehmen in Miami befindet sie sich als einzige Frau unter den Männern auf der Karriereleiter nach oben. Im Gegenzug lebt sie als Single allein in einem großen, luxuriösen Haus am Strand. Ihre Ungebundenheit ist dann auch Schuld daran, dass sie von einer auf die andere Minute nach Minnesota abkommandiert wird, um dort die ortsansässige Fabrik umzustrukturieren und Arbeitsplätze abzubauen. Halb so wild, denkt sich die zielstrebige Lucy, immerhin winkt nach getaner Arbeit eine Beförderung. Doch erstmal hat der Stadtmensch in Stöckelschuhen und Designerkostüm mit der Kälte und den Gepflogenheiten im verschneiten Örtchen New Ulm zu kämpfen. Während sie von einigen Bewohnern direkt herzlich aufgenommen wird, erntet sie von den Fabrikmitarbeitern nur Spott und Missgunst. Immerhin können die sich denken, warum Lucy hier ist. Doch im Laufe der Zeit gewöhnt sich die Stadtgöre an die Harmonie im ländlichen Minnesota, außerdem verguckt sie sich in Ted, den Gewerkschaftsvertreter. Mit dem hatte sie zwar alles andere als einen guten Start, aber mit der Zeit kommen sich die Beiden immer näher. Bei all dem gerät Lucys Job immer mehr in den Hintergrund, bis sie sich ihrer Aufgabe doch stellen muss.
Kritik: Jemand kommt gezwungenermaßen in eine neue Stadt in die er überhaupt nicht passt. Erstmal kommt es zu allerhand skurriler Situationen die das unter Beweis stellen und dann merkt der Neue, dass doch alles halb so schlimm ist und er sich sogar wohl fühlt. Wem kommt das bekannt vor? Mir kam beim Anblick dieses Films jedenfalls sofort „Willkommen bei den Sch´tis“ in den Sinn. Was in diesem Erfolgsfilm aber total witzig war und richtig Tiefgang hatte, bleibt hier eine oberflächliche Sache mit Menschen ohne Charakterzeichnung. Das wird bereits zu Anfang deutlich: Schon nach wenigen Minuten reist die Hauptfigur – wie heißt die noch mal und was macht die genau in ihrem Job? Egal, wir wissen nur dass sie gerne Stöckelschuhe und schicke Kostüme trägt – ins kalte Minnesota. Damit geht es blitzschnell in die Geschichte rein und der Zuschauer hat kaum Gelegenheit Luft zu holen. Erst nach und nach schaffen es einige der skurrilen Szenen zu unterhalten. Doch Renee Zellweger, die mit ihrer schrecklichen Frisur und einem „War-die-nicht-mal-hübscher-Gesicht“ nicht gerade Sympathien weckt, schafft es nicht die Herzen zu erobern, wie sie es beispielsweise in „Bridget Jones“ getan hat. Die Handlung ist auch im Folgenden viel zu flach und unausgereift. Dementsprechend sind auch die Figuren ohne echten Tiefgang. Die Hauptdarsteller dürfen zwar in einer kleinen Szene ihre bewegte Vergangenheit zum Besten geben, aber das reicht leider nicht aus. Stattdessen nimmt die Geschichte einen vorhersehbaren, wenig originellen und erst recht nicht glaubwürdigen Verlauf. Aus all diesen Gründen halten sich die Lacher bei witzig gemeinten Szenen auch stark in Grenzen. Wie will man auch mit so lieblos gezeichneten Figuren herzhaft mitlachen? Bei so welchen ist es den Zuschauern nämlich einfach egal, was mit ihnen passiert. Meist setzen die Filmemacher auf das unpassende Stolzieren von Lucy trotz Kälte, Frost und Schnee, aber das vermag es nicht, über 90 Minuten bei der Stange zu halten. Das Einzige was diesem Film unterm Strich abzugewinnen wäre, ist die nette Idee, zu Zeiten der Wirtschaftskrise und des Stellenabbaus etwas – wenn auch zu süße und glatte – Hoffnung darauf zu geben, dass es auch anders kommen kann. Aber dennoch mangelt es diesem Streifen an einer Menge, das kann auch die frohe Botschaft nicht wirklich wettmachen.
New in Town startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.
2 von 6 Sternen 

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Verfasst von cap82
7. Oktober 2009

Handlung: Burt und Verona sind ein glückliches Pärchen, das sich mit der bescheidenen Behausung und den kleinen Jobs ohne Aussicht auf eine echte Karriere zufrieden gibt. Doch als ein Baby im Anmarsch ist, ändert sich Veronas Meinung. Sie will dem Nachwuchs ein sicheres Zuhause in einer soliden Umgebung bieten. Als die Zwei ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt erfahren, dass Burts Eltern für die nächsten Jahre ins ferne Belgien ziehen und somit nicht als umsorgende Großeltern zu Verfügung stehen, stehen die werdenden Eltern vor der Frage wie es weitergehen soll. Kurzerhand macht sich das Paar auf eine Reise quer durch die USA um Freunde und Verwandte zu besuchen. Dabei suchen die Verliebten nach der richtigen Umgebung für ihre kleine Familie. Gar nicht so einfach, wie sich herausstellt.
Kritik: Skurril, witzig und rührend – das beschreibt diesen neuen Film von Sam Mendes am treffendsten und damit auch die Reise, auf die der Zuschauer das Paar Burt und Verona begleitet. Obwohl alles mit einem – mal feinsinnigen, mal etwas derberen Humor – versehen ist, bleibt der ernste und durchaus nachvollziehbare Kern der Handlung erhalten. Vor allem der werdenden Mutter Verona ist es wichtig, mit dem lockeren Leben in der alten Holzhütte Schluss zu machen und für ihr Kind eine vernünftige Umgebung zu finden. Der Besuch bei zum Teil etwas merkwürdigen Freunden macht den abenteuerlichen Trip zu einem unterhaltsamen Spaß im Stil von „Little Miss Sunshine“. Der Film hat ein „einfaches“ Thema und macht daraus doch eine wichtige Lektion, sowohl für Zuschauer als auch für die Hauptfiguren: Zuhause ist dort, wo man sich heimisch fühlt und dazu braucht es keine perfekten Freunde, Familienmitglieder oder Nachbarn um sich herum (die es in Perfektion sowieso nicht gibt) sondern dazu reicht der Zusammenhalt untereinander. Die ideale Hochzeit, das solide Einfamilienhaus oder der erfolgsversprechende Job: Das alles sucht man bei Burt und Verona vergebens – und doch funktioniert ihr Leben, besser vielleicht als bei vielen anderen Paaren. Der Film ist wie eine Hommage an die Individualität und daran, dass ein Paar auch ohne übliche Konventionen und ein klischeehaftes Leben glücklich werden kann. Mit hervorragenden Schauspielern –eher unbekannten an vorderster Front und den Stars in den hinteren Rängen – und einer amüsanten Story überzeugt „Away we go – Auf nach Irgendwo“ auf der ganzen Linie. Wer derben Humor nicht mag wird sich vielleicht an einigen Szenen stören. Außerdem verändert der Film nicht die Welt, sondern behandelt auf seine Weise ein Thema, das gerade in der immer familienunfreundlicher werdenden Zeit, seinen besonderen Wert hat.
Der Film startet am 15. Oktober in unseren Kinos.
5 von 6 Sternen 




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Verfasst von cap82