Film | Séraphine (Kritik)

14. Dezember 2009

Handlung: 1912: Der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde zieht in ein Haus im französischen Städtchen Senils. Dort will er sich vom hektischen Großstadtleben erholen und dem Schreiben widmen. Als Haushaltshilfe wird ihm die unscheinbare Séraphine gestellt, die ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllt, aber nicht sonderlich gesellig auf Uhde wirkt. Eines Tages entdeckt er bei den Nachbarn ein kleines, auf Holz gemaltes Bild, dass er sofort fasziniert kauft. Sehr groß ist seine Verwunderung als er erfährt, dass Séraphine die Malerin dieses kleinen Gemäldes mit Blumenmotiv ist. Die mittellose und bereits in die Jahre gekommene Frau steckt all ihr Geld in Malutensilien und mischt sich ihre Farben größtenteils aus Naturrohstoffen. Tagsüber verdient sie sich ihr Geld zum leben und nachts malt sie in ihrem kleinen Zimmer die naturverbundenen floralen Bilder. Uhde ist so begeistert von ihrem Talent, dass er Séraphine fördern möchte und ihre Bilder sogar ausstellen will. Noch bevor es dazu kommt, bricht der 1.Weltkrieg aus, was den Kunstsammler dazu zwingt aus Frankreich zu fliehen. Die verschlossene Malerin bleibt zurück und widmet sich weiterhin der Kunst, auch noch während vor der Türe bereits die Bomben fallen. Viele Jahre später kann Uhde Séraphine erneut ausfindig machen und ist immer noch begeistert von deren Motiven. Doch inzwischen hat sich einiges geändert. Die finanziellen Mittel des Kunstsammlers reichen nicht mehr aus um eine Ausstellung in Paris ohne weiteres auf die Beine zu stellen. Doch Séraphine wird immer ungeduldiger und flüchtet sich verstärkt in eine eigene Welt.

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