Film | Wasting Away (Kritik)

wasting away

Handlung: Cindy, Vanessa, Mike und Tim sind beste Freunde und hängen so ziemlich jeden Abend in einem kleinen Diner mit Bowling-Anlage ab. Der smarte Tim arbeitet dort und freut sich wenn seine heimliche Flamme Cindy, der verfressene Mike und die ambitionierte Vanessa ihm Gesellschaft leisten. Durch einen dummen Zufall gerät hochgefährlicher, neongrüner Giftmüll von geheimen militärischen Experimenten direkt in die Eismaschine des Diners. Ahnungslos gönnen sich die Freunde ein Eis und verwandeln sich kurze Zeit später in Zombies. Dumm nur, dass sie selbst überhaupt nichts davon merken. Für sie geht alles ganz normal weiter, na ja fast normal. Denn plötzlich läuft die Welt um sie herum so schnell ab wie in Zeitraffer und wer sie sieht läuft schreiend davon. Noch dazu entdecken sie eine neue und unerklärliche Lust auf Blut, Innereien und Gemetzel. Als sie auf den Armeeangehörigen Nick treffen stoßen sie auf einen Verbündeten, der die seltsamen Geschehnisse um sich herum ergründen will. Schließlich scheint er das Geheimnis gelöst zu haben: Der Großteil der Menschheit ist von einem schrecklichen Virus befallen und nur die wenigen Verschonten können noch Rettung bringen…

Kritik: Schräg, schräger, Wasting away. Eine abgefahrenere Zombie-Komödie hat es wohl noch nie gegeben. Nachdem die Untoten in Filmen wie „Shaun of the dead“ und „Fido“ bereits in komödiantische Gewänder gehüllt wurden, erwartet das Publikum mit dieser Komödie von Matthew Kohnen eine weitere Steigerung. Denn hier stehen die Zombies im Mittelpunkt und wir erfahren endlich wie sie sich nach ihrem „Ableben“ fühlen und wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen. Das sorgt für eine Menge skurriler Situationen in denen die Darsteller in den Rollen der dümmlichen Naivlinge überzeugen können. Wie es sich gehört gibt es auch eine Portion Splatter und Gemetzel – aber das bleibt in einem Rahmen, in dem die Absurdität überwiegt und eher Lacher als Ekelgefühl erzeugt. Überhaupt nimmt sich dieser Film natürlich nicht ernst, genauso sollte auch der Zuschauer an den unterhaltsamen Streifen herangehen. Im Verlauf des Films ergeben sich einige Längen und man kann das Gefühl bekommen, dass die Filmemacher nach der überaus cleveren Grundidee nach einer Handlung gesucht haben, die den Kerngedanken über 90 Minuten weiter trägt. Im Großen und Ganzen ist dies aber gelungen. Vor allem der Effekt, je nach Blickwinkel von Schwarz/Weiß zu Farbszenen zu wechseln, ist eine tolle Umsetzung der Thematik.
„Wasting away“ unterhält und gibt Anlass zum Lachen und Schmunzeln. Welches Ende die missverstandenen Zombies erwartet wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, aber anschauen lohnt sich auf jeden Fall.
Wasting Away lief auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest und entpuppte sich als Publikumsmagnet. Zum ersten Mal überhaupt waren in diesem Film mehr Zuschauer nach Köln gekommen, als kurz zuvor in Berlin. Leider gibt es noch keinen genauen Starttermin für Deutschland.

3.5 Sterne

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