Film | Plan B für die Liebe (Kritik)

Filmposter Plan B für die Liebe

Handlung: Zoe ist eine hübsche Frau die mit beiden Beinen fest im Leben steht und sogar einen eigenen Hundesalon führt. Nur mit den Männern klappt es nicht so recht und da Zoe ihre biologische Uhr ticken hört und sich ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen kann, entscheidet sie sich für eine künstliche Befruchtung. Doch ausgerechnet am Tag des Eingriffs lernt sie Stan kennen, der zufällig mit ihr in dasselbe Taxi einsteigt. Zunächst denkt sich Zoe nichts dabei, doch dann trifft sie den attraktiven Mann auf einem Markt wieder und dieser lässt nicht locker, findet heraus wer sie ist und wo sie arbeitet. Auch Zoe kann sich ihrer aufkeimenden Gefühle für Stan nicht erwehren und schon hat sie ein Date mit ihm. Während die Geschichte zwischen den Beiden immer enger wird, erfährt Zoe dass es mit der künstlichen Befruchtung tatsächlich auf Anhieb geklappt hat – sie ist schwanger! Aber wie soll sie das dem armen Stan beibringen? Als sie ein Wochenende auf seinem Anwesen verbringt, beichtet sie ihm alles und stößt erstmal auf Unverständnis. Doch Stan erweist sich als echter Gentleman und will Zoe beistehen – auch wenn das Kind nicht von ihm ist. Also die Beiden aber dann auch noch erfahren, dass Zwillinge im Anmarsch sind wird die junge Liebe von Zoe und Stan auf eine harte Probe gestellt. Hält eine Beziehung solch schwierigen Umständen tatsächlich Stand?

Kritik: Jennifer Lopez – dieser Name ist wohl jedem ein Begriff, doch inzwischen ist es ruhig um die Latina-Popqueen geworden. Nun will sie das wohl wieder ändern und geht mit ihrem neuen Film „Plan B für die Liebe“ auf gnadenlose Promo-Tour. Dabei sieht sie ebenso makellos und stets gestylt aus wie im Film, der anscheinend vor allem darauf ausgelegt ist sie in einem guten Licht erscheinen zu lassen. Nur in totalen Ausnahmen muss sie sich verschwitzte Haarsträhnen oder verlaufene Wimperntusche gefallen lassen, damit der Streifen überhaupt noch einen Hauch von Authentizität abbekommt. Denn von Anfang an steht die Handlung dieser J.Lo-typischen zuckersüßen Liebeschaos-Komödie auf einem wackeligen Konstrukt. Denn die Hauptfigur Zoe sieht gut aus, hat Stiel, ist erfolgreich und gleichzeitig liebenswert, freundlich und sozial. Sehr unwahrscheinlich, dass so eine Frau keinen Mann abbekommt. Aber selbst wenn man dies einmal so hinnimmt, dann ist der riesengroße Zufall, dass diese Frau am Tag ihrer künstlichen Befruchtung den Mann ihrer Träume kennen lernt einfach nicht mehr zu ertragen. Noch konstruierter kann eine Geschichte ja wohl kaum sein. Damit bewegt sich die Liebesgeschichte, in der es um „Plan B für die Liebe“ geht, auf einem ziemlich dünnen Eis und soll schließlich dadurch mehr Tiefe erlangen, dass Zoe eigentlich ein gebeutelter Mensch ist, dem es schwer fällt tiefes Vertrauen zu einem Anderen aufzubauen. Doch diese psychologische Komponente macht den Film auch nicht tiefsinniger oder besser. So hangeln sich Lopez und Filmpartner Alex O’Loughlin (natürlich ebenfalls ein herzensguter Mensch mit eigenem Anwesen und atemberaubendem Oberkörper) von einem Gag zum nächsten. Hin und wieder verursacht das zwar schon ein Lachen oder zumindest ein Lächeln, aber alles in allem bleiben diese Dinge doch sehr oberflächlich und klischeehaft. Nur wenige Szenen – wie die Geburt des Kindes einer Frau aus Zoes Single-Mütter-Gruppe oder der Gastauftritt des lässigen Dreifachvaters Anthony Anderson (bekannt aus „Transformers“, „Departed“ oder den „Scary Movie“-Teilen) – schaffen es mit ihrem Witz zu überzeugen. Ansonsten handelt es sich um einen Film mit wenig Charme und Originalität, sondern eher einer Klischeekiste in der La Lopez als aufgestylter Star im Rampenlicht steht. Wie sie hochschwanger (man bedenke: mit Zwillingen) immer noch mit High Heels und kurzem Brautjungferndress durch die Gegend läuft setzt dieser Inszenierung noch die Krone auf und wird für Frauen die bereits eine Geburt hinter sich haben eher lachhaft sein, als eine nette, witzige Aufbereitung ihrer eigenen Erfahrungen.

Fazit: Jennifer Lopez is back – und wer ihre zuckersüße Art und ihre Kitsch-Liebeskomödien mag, der wird hier sicher wenig zu meckern haben. Aber für alle anderen bleibt nur ein oberflächlicher Film mit vielen Klischees und unrealistischem Verlauf. Außer ein paar wenigen Szenen bleibt der Streifen auf diesem Niveau hängen und lockt kaum jemand hinterm Sofa hervor.

Der Film läuft seit dem 13. Mai 2010 in den deutschen Kinos.

1.5 Sterne

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