Film | Shrek 4 – Für immer Shrek (Kritik)

Filmplakat Für immer Shrek

Handlung: Shreks Leben hat sich inzwischen ziemlich verändert. Er lebt nicht mehr einsam und abgeschieden im Wald, sondern hat Fiona als Ehefrau, drei putzige Oger-Babys mit ihr und sein Freund Esel kommt mit seiner eigenen Familie regelmäßig zu Besuch, womit die einst so ruhige Behausung erst recht aus allen Nähten platzt. Zunächst fühlt sich Shrek wohl in seiner Rolle, doch schneller als ihm lieb ist, stellt sich Unzufriedenheit ein. Die Tage ziehen nur so dahin und die Pflichten als Vater, Ehemann und Freund erdrücken den grünen Oger immer mehr. Als die ganze Bagage dann auch noch in das Königreich Weit Weit Weg reist um am Hof von Fionas Eltern den ersten Geburtstag der drei Oger-Babys zu feiern, platzt Shrek endgültig der Kragen. Kindergeburtstag und er als umjubelter Mittelpunkt, der das Königreich vor dem Bösen gerettet hat – das hält Shrek nicht aus und begegnet in seiner Unzufriedenheit ausgerechnet dem hinterhältigen Rumpelstilzchen. Der hat es nämlich schon lange auf die Herrschaft in Weit Weit Weg abgesehen, doch bisher sind seine fiesen Pläne durchkreuzt worden. Im genervten Oger sieht er nun seine große Chance gekommen und überredet ihn zu einem Pakt. Shrek erhält einen Tag als alleinstehender, gefürchteter Oger und das Rumpelstilzchen erhält im Gegenzug irgendeinen beliebigen Tag aus Shreks Leben. Der willigt ein und sieht sich kurze Zeit später ins Paradies zurück versetzt, zumindest für seine Begriffe. Endlich kann er wieder tun und lassen was er will und hat keine Pflichten mehr. Doch dann entdeckt er Zeichnungen von seiner Fiona im Wald mit der Aufschrift „Wanted“. Ihm wird schlagartig klar, dass etwas schief gelaufen ist bei seinem Pakt und so macht er sich auf die Suche nach seinem alten Leben. Doch das ist gar nicht so einfach wie gehofft.

Kritik: Der große, grüne Oger Shrek ist so ziemlich der Inbegriff für Animationsfilme. Sein Erfolg konnte nicht mehr getoppt werden und daher war es vorherzusehen, dass Dreamworks nicht lange fackelt und eine Fortsetzung in Gang bringt. Das war aber noch nicht alles, denn es folgte noch ein dritter Teil und mit dem aktuellen „Für immer Shrek“ steht nun sogar der vierte Teil um Shrek, Fiona und Esel an. Diesmal erstmals in 3D und angeblich das letzte Mal überhaupt, denn das soll das große Finale der Shrek-Reihe sein. Bei vier Teilen macht sich schnell Skepsis breit, denn wie viel kann die Grundgeschichte noch hergeben um noch einmal so zu unterhalten wie der erste Teil? Klar, dieser erste Streich bleibt in Originalität unangefochten, aber mit dem vierten Teil haben die Macher, rund um Mike Mitchell (auch schon Regisseur von „Shrek 2“) noch einmal eine Menge aus dem Hut gezaubert. Das Abenteuer ist gelungen und auf voller Strecke unterhaltsam. Der Humor ist wieder einmal einzigartig und die Figuren machen erneut extrem viel Spaß. Neben der 3D-Technik, die „Für immer Shrek“ sicher noch etwas schicker macht, aber nicht zwingend für den Erfolg nötig ist, haben die Macher mit der Story wirklich eine gute Idee gehabt. Denn da sich Shrek durch seinen Pakt mit Rumpelstilzchen (im deutschen passenderweise und sehr gut gesprochen von Comedian Bernd Hoëcker) in eine Art Parallelwelt begibt, werden die Karten noch einmal neu gemischt. Die Figuren haben eine neue Geschichte zu erzählen und daher funktioniert der vierte Teil auch noch einmal so gut. Natürlich hätte es diese Handlung nicht geben müssen und natürlich handelt es sich um ein Konstrukt, aber ist das nicht in so ziemlich allen Fortsetzungen, die auf erfolgreiche Filme folgen, so? „Für immer Shrek“ ist dennoch originell und von Anfang bis Ende mitreißend, unterhaltsam und lustig. Falls es sich tatsächlich um den letzten Teil der Shrek-Reihe handelt (was ja nie so sicher ist) dann ist dieser Film ein absolut würdiger Abschluss, der es mit den vorangegangenen Teilen locker aufnehmen kann.

Fazit: Diesen vierten Shrek-Teil sollte sich keiner entgehen lassen. Vorurteile über Endlosfortsetzungen und ausgelutschte Nachfolgestorys einfach abschütteln und reingehen, denn hier erwartet euch ein tolles Animations-Abenteuer voller Humor, Action und Spaß. Für Shrek-Fans zum Abschluss sowieso ein absolutes Muss, denn „Für immer Shrek“ knüpft noch einmal an die Spritzigkeit des ersten Teils an und hat einen großen Unterhaltungswert für einen gelungenen Kinoabend. 3D ist dabei eine nette Zugabe aber absolut nicht notwendig um den Film überhaupt erst sehenswert zu machen.

Der Film läuft ab dem 30. Juni 2010 in den deutschen Kinos.

5 Sterne

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3 Antworten zu Film | Shrek 4 – Für immer Shrek (Kritik)

  1. […] scheint eine Schwäche für ungewöhnliche Hauptfiguren zu haben. Nachdem „Shrek“ als gefürchteter grüner Oger gleich in mehreren Teilen um seine Fiona und gegen viele […]

  2. […] ungewohnte Charaktere die Stars dieses familiengerechten Animationsfilms. Aber spätestens seit „Shrek“ wissen wir ja, dass das funktionieren […]

  3. Lisi sagt:

    Ich werde mir das wohl letzte Shrek-Abenteuer am Wochenende reinziehen. Die ersten Teile der Reihe haben mir bereits sehr gut gefallen, sogar der dritte, der nicht die besten Rezensionen bekommen hat. Wie es aussieht, wird Shrek 4 mir auch sehr viel Freude und Amüsement bereiten!😉

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