Film | The American (Kritik)

The American Filmplakat

Handlung: Jack ist Profikiller und eigentlich bestens geeignet für den Job: Einzelgänger, präzise in seiner Arbeit, unauffällig und aufmerksam. Doch bei einem Job in Schweden läuft einiges schief und plötzlich wird er von einem Killerkommando gejagt. Um dem zu entkommen muss er erstmal untertauchen. Sein Chef schickt ihn ins tiefste Italien, wo er in einem kleinen idyllischen Dorf unterkommt. Doch mit Ruhe und Entspannung ist nicht viel, denn bald bekommt Jack einen neuen Auftrag zugeschanzt. Er soll lediglich eine Waffe als Spezialanfertigung erstellen. Seine Auftraggeberin kommt extra in die italienische Provinz um mit ihm die Details abzusprechen, ihre Motive bleiben allerdings im Dunkeln. Während der Profikiller seinem Job nachgeht und sich dabei mit dem behelfen muss, was das Dorfleben hergibt, freundet er sich mit dem Dorfpastor und der Prostituierten Clara an. Langsam kommt er zu der Überzeugung, dass er seinen gefährlichen Job an den Nägel hängen möchte um einen Neuanfang zu wagen. Doch der Ausstieg aus einem so heiklen Geschäft ist alles andere als leicht.

Kritik: Cineastische Studien über das Leben und Leiden von Profikiller gibt es bereits zuhauf. Nachdem es in Filmen wie „Brügge sehen und sterben“, „Kiss & Kill“ oder You kill me“ komödiantisch zuging, haben es manche Streifen mit diesem Grundthema, wie „Pulp Fiction“ oder „Leon der Profi“ bereits zum Kultstatus geschafft. Nun hat sich Regisseur Anton Corbijn, der bisher vorwiegend Musikfilme für das Fernsehen gedreht hat, ebenfalls diesem Thema angenommen, indem er den Roman „A very private gentleman“ filmisch umsetzte. Ob es an seiner fehlenden Praxis mit spannenden Kinofilmen liegt, oder am Drehbuch bleibt schwer zu sagen, doch der Film „The American“ ist keine besonders große Bereicherung für die Rubrik Profikillerfilm. George Clooney wirkt auf den ersten Blick zwar als Garant für einen hochkarätigen Filmgenuss, aber die Rechnung geht nicht auf. Nach einem rasanten Start verschlägt es Protagonist Jack und damit auch den Zuschauer in ein italienisches Provinznest, dass genauso spannend ist, wie es klingt – nämlich überhaupt nicht. Die zum Teil extrem kurzen Szenen, in denen lediglich an einem Glas Wein genippt oder eine Treppe entlanggelaufen wird, gehen eher auf die Nerven, als dass sie irgendeine Stimmung entstehen lassen. Von einem Spannungsbogen ist „The American“ daher auch weit entfernt. Stattdessen wird das einsame und schwierige Leben eines alternden Profikillers beschrieben, der in malerischer Landschaft zu sich selbst findet. Genau diese Bilder machen dann auch den größten Reiz dieser etwas unmotiviert anmutenden Szenenfolge aus. Clooney spielt den geheimnisvollen Killer zwar ganz gut, doch der Charakter bleibt einfach zu blass um wirklich interessant zu wirken. Das Ende, das dann doch überraschend berührend verläuft, versöhnt ein wenig. Aber dennoch bleibt ein recht belangloser Film mit wenig Aussagekraft und wenig Chancen, große Gefühle auszulösen. Im Umkehrschluss heißt das: Wer diesen Film verpasst, hat keinen Grund sich zu grämen.

Fazit: Mit George Clooney in der Hauptrolle bildet „The American“ einen Baustein in der Reihe der Profi-Killer-Leidensweg-Film, allerdings einen verzichtbaren. Denn dem Streifen fehlt es an Spannung und Glanzpunkten. Der ermüdende Tripp des Killers Jack durch ein italienisches Dorf ist ein Erlebnis, auf das der Kinogänger getrost verzichten kann. Nur wer Clooney gerne allein Aktion sieht, könnte hierbei Freude haben.

Der Film läuft ab dem 16. September 2010 in den deutschen Kinos.

1.5 Sterne

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4 Antworten zu Film | The American (Kritik)

  1. filip sagt:

    movie so-so for an amateur but George Clooney has played with great

  2. Filmchen sagt:

    geiler Film. Nur der Anfang war sehr langweilig😦

  3. Rager Michael sagt:

    Fad ,fader Cloney. Nach vielen Laengen ist der Film endlich aus. Keine Aktion, kein Landschaftsaufnahmen nur Langeweile. Ist max einen Stern wert.

  4. Jarg sagt:

    Der Film ist ganz nett, aber mehr auch nicht. Das Buch ist eindeutig der wesentlich bessere „Film“ im Kopf – deshalb auch erst das ausgesprochen gut geschriebene Buch lesen … und auf den Film gegebenenfalls verzichten!

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