Film | Ohne Limit (Kritik)

Filmposter Ohne Limit

Handlung: Eddie Morras ist Schriftsteller – oder will es zumindest sein. Eine Buchidee hat er zwar, aber wenn es ums Schreiben geht, dann fehlt es dem jungen Mann an Antrieb und der zündenden ersten Idee. Als dann auch noch seine Freundin mit ihm Schluss macht, zieht es dem erfolglosen Eddie den Boden unter den Füßen weg. Eher zufällig trifft er in der Situation seinen Ex-Schwager, der ihm eine Pille zusteckt, die angeblich alles besser machen soll. Nichtsahnend nimmt Eddie die durchsichtige kleine Tablette und erlebt einen echten Höhenflug: Seine Gehirnleistung steigt auf ein nie gekanntes Maß und gibt ihm genau den Antrieb, der ihm so lange gefehlt hat. Nachdem die Wirkung nachlässt, will er mehr und sucht seinen Ex-Schwager erneut auf. Als der allerdings ermordert wird und Eddie zufällig dessen Tabletten-Vorrat findet, steckt er schnell mitten in einem Sog aus Höhenflügen und gefährlichen Machtspielen.

Kritik: Bradley Cooper wird den meisten vor allem als braungebrannter Sunnyboy in der Komödie „Hangover“ bekannt sein. Umso weniger ist er daher zu Beginn dieses Thrillers wiederzuerkennen. Als abgehalfteter Schriftsteller mit fettigen Haaren und Augenringen tritt er einen einzigartigen Drogentrip an. Die Idee – basierend auf dem Roman „The Dark Fields“ von Alan Glynn – ist gar nicht mal so schlecht und die visuelle Umsetzung sogar sehr gut gelungen. Die ausgedehnten Drogentrips, die bald weitaus mehr Raum einnehmen als die „nüchternen“ Zeitabschnitte, sind rasant, interessant und spannend. Auch Cooper macht eine gute Figur, wobei der abgehalfterte aber durchaus sympathischer verkappter Schriftsteller die reizvollere Rolle ist, als die des strahlenden, überlegenen Geschäftsmannes. Wer sich die Story aber genauer ansieht, der könnte etwas enttäuscht sein. Der vermeintliche Showdown sackt ab, als es soweit ist und die gesamte Entwicklung der Handlung passt immer mehr ins typische Hollywood-Raster und dreht sich um schwer verständliche Finanzgeschäfte, verbunden mit unfairen Machenschaften. Das Ende lässt ebenfalls ein wenig zu wünschen übrig, von der Tatsache wie dabei mit dem Konsum von Drogen umgegangen wird, mal ganz zu schweigen. Insgesamt ist „Ohne Limit“ durchaus unterhaltsam und spannend, aber dennoch verliert der Film nach gewisser Zeit das gewisse Etwas, dass er zu Beginn noch innehat. Da kann der routinierte Robert de Niro als machtgieriger Carl van Loon auch nicht all zu viel ändern. Denn als er auftritt, hat die Handlung bereits einiges eingebüßt. Dennoch sind im Film einige gute visuelle und auch gedankliche Ideen eingefügt, die ihn durchaus sehenswert machen. Vielleicht kann man sich als Zuschauer einige Dinge „schön denken“ – und das sogar ohne eine dieser kleinen Superpillen geschluckt zu haben.

3.5 Sterne

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3 Antworten zu Film | Ohne Limit (Kritik)

  1. […] den Nebenrollen gibt es bekannte Gesichter zu sehen, wie Bond-Girl Olga Kurylenko, Abbie Cornish („Ohne Limit“) oder „Precious“-Star Gabourey Sidibe. Dieses starke Ensemble macht „7 Psychos“ zu einem […]

  2. […] Doch nach etwa 45 Minuten erhält der Film unerwartet eine neue Hauptfigur. Obwohl Bradley Cooper („Ohne Limit“) seine Sache außerordentlich gut macht, nimmt „The Place beyond the Pines“ von hier an ab. […]

  3. […] Christian Bale mit schlecht kaschierter Halbglatze, Bradley Cooper („Ohne Limit“) mit albernem Minipli und Amy Adams („The Master“) mit ultra-gewagten Outfits mit Ausschnitten […]

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