Film | Nichts zu verzollen (Kritik)

nichts zu verzollen Poster

Handlung: Der belgische Zöllner Ruben Vandevoorde ist entsetzt: Die Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Belgien sollen gelockert werden, Europa wächst immer mehr zusammen. Für den Franzosenhasser eine Katastrophe. Doch es kommt noch schlimmer: Da er sich vor lauter Ignoranz den Nachbarn gegenüber gehen lässt, muss er zusammen mit dem französischen Zollbeamten Mathias Ducatel Undercover-Dienst schieben. Dass der heimlich mit seiner Schwester zusammen ist, macht die Sache nicht gerade leichter. Als zwischen den beiden Männern tatsächlich so etwas wie Freundschaft entsteht, kommt genau dieses Geheimnis heraus…

Kritik: Mit der erfrischenden und augenzwinkernden Komödie „Willkommen bei den Sch´tis“ erzielte Regisseur Dany Boon einen echten Erfolg. Wer sich davon geblendet auch in seinen neuen Film „Nichts zu verzollen“ setzt, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Was ganz amüsant daher kommt, versinkt immer mehr in eine seltsame Klischee-Kiste die zu oft auf dem schmalen Grat zwischen Witz und unlustiger Groteske wandelt. Der Franzosenhasser Ruben ist so unsympathisch und unverbesserlich gezeichnet, dass er dem Zuschauer irgendwann nur noch auf die Nerven geht. Es gibt zwar durchaus witzige und mitreißende Szenen, die Spaß machen und zum Schmunzeln oder lachen anregen. Doch der Grundton des Films ist eher bedenklich und schwingt in jeder noch so lustigen Szene mit. Für einen sozialkritischen Film ist „Nichts zu verzollen“ zu albern und inkonsequent, für eine frische Komödie hingegen hat der Film zu viele Aneck-Punkte. Vielleicht wollte Dany Boon zu viel – eine komödiantische Gesellschaftskritik möglicherweise. Aber gelungen ist ihm dieses Unterfangen nicht gerade, denn die Freude aus den Sch´tis ist hier streckenweise abhanden gekommen.

„Nichts zu verzollen“ startet am 28. Juli in den deutschen Kinos.

2.5 Sterne

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3 Antworten zu Film | Nichts zu verzollen (Kritik)

  1. Padraice sagt:

    Ich habe mich gerade darüber gewundert, dass der erst jetzt in die Kinos kommt. Ich habe den gerade erst in Frankreich auf DVD gesehen und dachte eigentlich der Film wäre schon älter.
    Ich fand den Film ganz gut und auch wenn ich aufgrund der französischen Sprache nicht alles 100%ig verstanden habe, finde ich die Originalstimmen viiiiel besser als die deutschen Synchronstimmen.

  2. […] Mal “Willkommen bei den Sch’tis” einlegen. Bescher ischts.Andere Meinungen: Cap82 Französischer Film Filmtauchgängefunction getElementByIdUniversal( id ) { return ( […]

  3. […] auch den Weg in die deutschen Kinos. Nach Filmen wie „Willkommen bei den Sch´tis“ oder „Nichts zu verzollen“ geht es hier aber nicht um landestypische Probleme oder Schauplätze, sondern um eine Geschichte, […]

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