Film | Brautalarm (Kritik + Trailer)

Braut Alarm Poster

Handlung: Annie steht nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens: Ihre Selbstständigkeit als Cafe-Besitzerin führte sie in den Bankrott und statt einer reifen Beziehung pflegt sie nur eine sporadische Affäre mit einem selbstverliebten Macho, der sie nach dem Sex elegant vor die Tür setzt. Als sich dann auch noch ihre beste Freundin Lillian verlobt und Annie beim Aufeinandertreffen der Brautjungfern, ihre schärfste Konkurrentin kennenlernt, geht es weiter bergab. Den Junggesellinenabschied ruiniert Annie ungewollt und auch bei der Kleideranprobe geht einiges daneben. In ihrer steigenden Verzweiflung bemerkt Annie noch nicht einmal, dass sie einen ganz besonderen Mann kennenlernt, der sie nicht nur für das Eine haben will.

Kritik: Ein Hellseher muss man nicht gerade sein, um zu begreifen, dass in dem Film „Braualarm“ die Frauen im Mittelpunkt stehen. Sie sind es, die hier in Fettnäpfchen treten, Freundschaften strapazieren und einer Bald-Verheirateten eine unvergessene Zeit bereiten wollen. Wer aber nun auf ein Östrogen-lastiges Pendant zu „Hangover“ hofft, der liegt falsch. Eine ausgereifte Handlung sucht man in dieser Komödie vergebens, stattdessen reihen sich die Szenen lose aneinander, mal witzig, mal geschmacklos. Offensichtlich ließ sich Regisseur Paul Feig zu sehr von „Sex and the city“ inspirieren und dachte wenn eine Handvoll knapp bekleideter Frauen nur regelmäßig und ungeniert über Sexualität reden sei alles gut. Doch das reicht nun mal nicht aus. Hauptfigur Annie – noch ganz charmant gespielt von Kristen Wiig – stöckelt von einem Fettnapf ins Nächste. Das ist auf Dauer eher nervig als originell. „Brautalarm“ lässt sich am ehesten als eine zu lang geratene Slapstick Nummer bezeichnen, in der krampfhaft versucht wird zu demonstrieren, wie lustig Frauen doch sein können. Genau diese, zu sehr auf Lacher gepolte Darstellung, macht selten richtig Spaß. Die Hochzeit, auf die akribisch hingearbeitet wird, verkommt zur Nebensache und dass sich am Ende wieder alle lieb haben, setzt der Klischeekiste die Krone auf. Immerhin dürfte jeder Zuschauer ein paar Szenen finden, in denen er herzlich lachen kann.

„Brautalarm“ startet am 21. Juli in den deutschen Kinos.

2.5 Sterne

Trailer:

Copyright Poster + Trailer: Universal Pictures

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3 Antworten zu Film | Brautalarm (Kritik + Trailer)

  1. Muumin sagt:

    Hallo ich habe mir den Film vor 2 Tagen angesehen und muss sagen dass ich dir bei der Bewertung des Films vollkommen zustimme . Es waren zwar Lacher drin aber eigentlich war der Film eher langweilig als lustig . Ich empfehle ihn nicht .

  2. […] die Ulknudel bei sämtlichen „Scary Movie“-Teilen und Simon Baker als smarter Guy. Rose Byrne („Brautalarm“) und Rafe Spall („Prometheus“) versinken hingegen leider oftmals in Klischee-Gehabe, […]

  3. […] Das liegt nicht nur an den guten Darstellern (neben Ben Stiller sind das Kristen Wiig, bekannt aus „Brautalarm“ und in kleineren Rollen Sean Penn („Fair Game“, Adam Scott und Patton Oswald) sondern auch an […]

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