Film | Ziemlich beste Freunde (Kritik + Trailer)

Filmplakat Ziemlich beste Freunde

Handlung: Der Millionär Phillippe ist seit einem Sportunfall vom Hals abwärts gelähmt. Nun sucht er einen neuen Pfleger, der rund um die Uhr für ihn da ist und sich um seine Belange kümmert. Aus den Bewerbern sticht einer heraus: Driss ist ein Schwarzer mit losem Mundwerk, der nur kommt, um sich eine Unterschrift für das Arbeitsamt abzuholen. Doch Phillippe stellt ihn ein – auf Probe, und er merkt schnell was er an dem jungen Mann hat: Endlich mal jemand, der kein Mitleid mit ihm hat und ihn behandelt, wie einen Freund, nicht wie einen armen Patienten.

Kritik: Der Film „Ziemlich beste Freunde“, der im Produktionsland Frankreich bereits ein enormer Erfolg geworden ist, findet nun auch den Weg in die deutschen Kinos. Nach Filmen wie „Willkommen bei den Sch´tis“ oder „Nichts zu verzollen“ geht es hier aber nicht um landestypische Probleme oder Schauplätze, sondern um eine Geschichte, die sich überall auf der Welt abspielen könnte und noch dazu auf wahren Begebenheiten beruht. Die Freundschaft zwischen dem Millionär und dem Schwarzen aus bescheidenen Verhältnissen, der gerade frisch aus dem Gefängnis kommt, wird als wunderbare Komödie aufbereitet. Wer Angst davor hat, dass ständig auf die Tränendrüse gedrückt wird, weil eine der Hauptfiguren mit seinem schweren Schicksal hadert, der sei beruhigt: Denn darum geht es ganz und gar nicht. Stattdessen versprühen die beiden Protagonisten, hervorragend gespielt von Francois Cluzet und dem Neustar Omar Sy, Lebensfreude, was gerade in Hinblick auf ihr schwieriges Leben, bewundernswert ist. Während Phillippe ohne fremde Hilfe völlig aufgeschmissen ist, versucht Driss auf seine Geschwister zu achten – obwohl seine Mutter sich enttäuscht von ihm abgewandt hat. Dennoch meistern die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ihre Situation. Dabei entstehen viele komische Situationen, zum Teil auch mit soviel Galgenhumor, dass einem das offene Lachen schwer fällt. Denn über eine schwere Behinderung lacht man nicht, so denkt man zumindest. Der Film lehrt etwas anderes und ändert damit die Perspektive. Die eigentliche Botschaft ist, dass jeder, egal in welcher Lage er sich befindet, etwas aus seinem Leben machen kann. Schöner, witziger und warmherziger wurde eine solch einfache Lehre selten filmisch verpackt, wie in „Ziemlich beste Freunde“.

Der Film startet am 5. Januar 2012 in den deutschen Kinos.

4 Sterne

Trailer:

Copyright Trailer: Senator Filmverleih

weitere Filmkritiken

3 Antworten zu Film | Ziemlich beste Freunde (Kritik + Trailer)

  1. […] umzusetzen, ohne dabei die notwendige Tiefe zu vernachlässigen.Andere Meinungen zum Film: Cab82Durchschnittliche Bewertung von "Ziemlich beste Freunde" bei 1 Bewertung: 8/10 SternchenGeschrieben […]

  2. Timo sagt:

    Wahnsinns Film, kann ich nur jedem an Herz legen, ihn sich anzuschauen….Da geht es noch um wahre Werte!!!

  3. Tina sagt:

    Einfach ein unglaublich guter Film, wenn man beachtet, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte geht. Der Film ist mal wirklich sehenswert.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s