Film | Das verflixte 3. Jahr (Kritik + Trailer)

Das verflixte 3. Jahr Poster

Handlung: Er war so glücklich und so verliebt, doch länger als drei Jahre hielt Marcs Beziehung nicht. Von den Schmetterlingen im Bauch ist nichts geblieben und so steht jetzt die Scheidung an. Was seine Ex-Frau schnell verkraftet, ist für den sensiblen Marc zu viel. Sogar an Selbstmord denkt er. Doch dann schreibt er sich seinen ganzen Frust in Form eines Buches von der Seele, das die klare Botschaft hat: Jede Liebe ist nach drei Jahren vorbei. Balsam für seine geschundene Seele ist zudem die hübsche Alice, in die er sich prompt verliebt. Der Haken an der Sache ist nur, dass die mit seinem Cousin verheiratet ist. Dennoch fühlt sie sich zu Marc hingezogen und ist schließlich sogar bereit ihren Ehemann zu verlassen. Doch dann erscheint Marcs Buch, das von einer Liebe ohne Zukunft predigt.

Kritik: Manchmal bekommt man das Gefühl, dass die Franzosen kein Filmgenre besser beherrschen, als die Liebeskomödie. Ob das wirklich so ist, sei dahingestellt, allerdings unterstützt der Film „Das verflixte 3. Jahr“, der eine Adaption des Bestsellers von Frédéric Beigbeder ist, diese These ungemein. Locker und leicht kommt diese Geschichte daher, die aus dem wahren Leben zu erzählen scheint und so zuckersüß beginnt, nur um dann in die Realität zurückzuholen: Liebe verblasst und ist damit bei vielen Paaren zum Scheitern verurteilt. Am meisten hat daran in diesem Fall der Mann zu knabbern: Gaspard Proust verkörpert Marc, der ständig zwischen Liebesrausch und Liebesschmerz hin- und hertaumelt und damit in allerlei witzige Situationen gerät, sehr gut. Ähnlich ist es mit Louise Bourgoin, die manchen als Abenteurerin im mäßig erfolgreichen „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ in Erinnerung geblieben sein könnte.

Was die Beiden verbindet ist allerdings kein kitschiges Liebesreigen, sondern vielmehr eine lockere Affäre (immerhin ist sie verheiratet) voller Sticheleien, Rückschlägen, und Unklarheiten. Das ist unterhaltsam und spaßig. Dazu erheitern eine Menge Nebenfiguren mit all ihren Verschrobenheiten. Altbekannte Gesichter sieht man dabei kaum, aber das ist nicht schlimm, tut im Gegenteil sogar ganz gut. „Das verflixte 3. Jahr“ ist eine Sommerkomödie, die man entweder ganz leicht nehmen, oder in der man den tragischen Kern herausfiltern kann, dass offensichtlich keine Liebe ewig währt. Um seine erdachte Geschichte auch so auf die Leinwand zu bringen wie gewünscht, übernahm Beigbeder kurzerhand selbst die Regie. Mit dem Ergebnis kann er zufrieden sein, denn das heiter-traurige Liebesreigen ist durchaus gelungen und gibt die Möglichkeit, einmal (wieder) über Liebe zu sinnieren – die Wissenschaftler, Forscher und „Betroffenen“ im Film machen es vor.

Kinostart: 19. Juli 2012

3.5 Sterne

Trailer:

Copyright Trailer + Plakat: Prokino

weitere Filmkritiken

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s