Film | Silent Hill: Revelation (Kritik + Trailer)

Silent Hill Revelation 3D Poster

Handlung: Es ist inzwischen viele Jahre her, dass Sharon dem Horror in Silent Hill entkommen und zu ihrem Adoptivvater Harry zurückkehren konnte. Nun ist das Mädchen 18 geworden und soll unter dem Namen Heather ein ganz normales Leben als Schülerin führen. Doch immer wieder plagen sie Albträume, in denen sie an düsteren Orten auf furchteinflößende Kreaturen trifft. Sogar am Tag hat sie Visionen, in denen sich ihre Umgebung bedrohlich verändert. Als Harry verschwindet, sucht sie nach Hinweisen und schnell wird ihr klar, dass sie etwas nach Silent Hill locken will. Gemeinsam mit ihrem neuen Mitschüler Vincent macht sie sich auf den Weg an den Ort, der ihr Schicksal zu sein scheint.

Kritik: Sechs Jahre ist es her, dass der Film zu der Videospielreihe „Silent Hill“ ins Kino kam und vor einem strengen Publikum bestehen musste. Die vereinfachte Erkenntnis: Die gruseligen Empfindungen, die das Spielen verursachte, sind nicht ohne weiteres auf einen Film übertragbar. Dennoch sind Produzenten und Regisseure nicht müde, es weiter zu versuchen. Die Fortsetzung „Silent Hill Revelation 3D“ knüpft thematisch an Teil 1 an und bedient sich gleichzeitig der Figuren aus dem 3.Teil der Videospiele. Hieraus nun eine stimmige Geschichte zu machen, die dennoch auch für Neulinge ohne Vorwissen geeignet ist, war die große Herausforderung. Regisseur Michael J. Bassett konzentrierte sich einfach mehr auf die Visualisierung der Welten und lässt Hauptdarstellerin Adelaide Clemens verschreckt durch allerlei Gänge und Flure schreiten, in denen skurrile Monster sie verfolgen. Grundsätzlich ist das zwar unheimlich, aber zum richtigen Erschrecken reicht es nicht so recht. Die Kreaturen sind so stilisierte Hommagen an das Spiel, dass sie aus einer gewissen Distanz betrachtet werden können. Zudem wird so viel im Überfluss und in solcher Eile gezeigt, dass es keine Geheimnisse mehr gibt, kein Horrorszenario, das sich im Kopf des Zuschauers abspielen kann. Der 3D-Effekt ist eine nette Zugabe, ändert an dieser Tatsache aber nicht viel. Die überzogenen „Schaut mal her, da kommt was auf euch zu“-3D-Beigaben sind zudem unnötig.

In all diesem Wust von wilder Action, zum Teil grotesk animierter Kreaturen und ständig wechselnder Kulisse kommen die Darsteller zu kurz. Am ehesten heben sich noch Sean Bean („Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewitchen“) als fürsorglicher Vater und Malcom McDowell als irre wirkende Schlüsselfigur ab. Adelaide Clemens, die wie eine jüngere Michelle Williams aussieht und Kit Harington sollen als junges Paar wohl die jüngere Zielgruppe ins Kino locken. Carrie-Anne Moss (bekannt aus der „Matrix“-Trilogie) wirkt als weißhaarige Ordensführerin wie eine skurrile Mischung aus der weißen Königin aus „Alice im Wunderland“ mit bösartigen Zügen und einer Elbin aus Mittelerde. Insgesamt ist „Silent Hill Revelation 3D“ nur für die Leute etwas, die zumindest Teil 1, besser noch die Spielereihe kennen. Das wird auch dadurch deutlich, dass kleine Rückblenden aus der Vorgeschichte erst nach über der Hälfte des Filmes kommen –für Neulinge viel zu spät. Fans fühlen sich zwar sicher an die Spielewelt erinnert, aber ein flüssiger Film mit tiefergreifender Handlung ist nicht entstanden. Schade eigentlich, denn der Horror von Silent Hill birgt so viel Potential. Die Adaption von Bassett zeigt aber, dass Animationstechnik, computergenerierte Landschaften und 3D-Technik noch lange keinen guten Film machen. Die vorhersehbare Handlung nach einem durchschaubaren Muster verursachen Minuspunkte.

Kinostart: 29. November 2012

2.5 Sterne

Trailer:

Copyright Poster + Trailer: Concorde Filmverleih

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