Film | Ralph reichts (Kritik + Trailer)

Ralph reichts poster

Handlung: Randale Ralph hat im Videospiel eine klare Aufgabe: Er zerstört den Wohnblock, in dem die eierköpfigen Männchen wohnen, nur damit kurz darauf Titelheld Fix-it-Felix mit seinem magischen Hammer auftaucht und die Schäden wieder repariert. Ralph nimmt seine Arbeit ernst, doch was ihn stört: Auch nach Feierabend ist er für alle der Bösewicht, der abseits auf der Müllkippe leben muss und von allen Festen ausgeschlossen wird. Doch eines Tages hat der große Kerl mit der Latzhose und den übergroßen Händen die Nase voll: Er will ein Held sein und endlich die Anerkennung bekommen, die er verdient. So beschließt er, sich in einem anderen Videospiel eine Helden-Medaille zu ergattern. Dieser Plan gelingt tatsächlich. Doch dann gerät er versehentlich in das bunte Spiel „Sugar Rush“, in dem ihm die kleine Vanellope von Schweetz seine Medaille abluchst. Sie benutzt sie, um am nächsten Rennen teilzunehmen. Was sie damit sucht, ist das gleiche wie Ralph: Anerkennung.

Kritik: Lange ist es her, dass 8-bit-Videospiele Kinderherzen höher schlagen ließen. Da reichten pixelige Figürchen die starr durch die Gegend hüpften. Eine Hommage an genau solche Spiele ist der neue Disney-Animationsfilm „Ralph reicht´s“ für den sich der Regisseur Rich Moore („Die Simpsons“, „Futurama“) verantwortlich zeichnet. Denn das Spiel „Fix-it-Felix“ ist genau in dieser Zeit stehengeblieben. Als beliebter Klassiker konnte es seinen Platz im Spielecenter über 3 Jahrzehnte hinweg verteidigen. Der Blick, den der Zuschauer in Videospiel-Automaten werfen kann, ist originell, witzig und sprüht nur so vor bunten Ideen. Die Entscheidung, diesen Film in 3D anzulegen, war eindeutig die richtige, gerade angesichts der bunten weiten Videospielwelten mit wilden Fahrten und Verfolgungsjagden. Aber nicht nur visuell kann „Ralph reicht´s“ überzeugen: Es steckt eine gute Geschichte hinter dem Ganzen, eine, die typisch Disney zu unterhalten weiß.

Lachen und Weinen wechseln sich ausgewogen ab, was eben auch an den einfallsreichen und zu Herzen gehenden Figuren liegt: Ralph, im Original mit der Stimme von John C. Reilly („Der Gott des Gemetzels“), im Deutschen mit der von Christian Ulmen, ist natürlich kein klassischer Bösewicht, sondern eigentlich einer von den Guten. Was er nun mal gut kann, ist kaputt machen, und das prädestiniert ihn für den rabiaten Job. Sein Wunsch, ein Held zu sein, ist also vielmehr eine innere Reise, als die tatsächliche Veränderung seiner Persönlichkeit. Die kleine Vanellope mit Herzchen und Sternchen im Haar, ist der knuffige „Oh-wie-süß“-Faktor im Film (ähnlich wie Buh in der „Monster AG“) und mit ihrer Geschichte fast mehr Titelfigur als Ralph. Als ungleiches Gespann sorgen sie für eine niedliche Geschichte rund um Freundschaft und Zusammenhalt. Weitere Figuren füllen Nebenhandlungen auf und sorgen für alles – außer Langeweile. Egal ob 12, 32 oder 52 Jahre alt: So ziemlich jeder, der schon einmal ein Videospiel gespielt hat, wird etwas wiedererkennen und sich daran erinnert fühlen. Die Spiele, die im Mittelpunkt stehen, wurden allerdings extra für den Film erdacht und kreieren somit eine eigene, neue Welt. Allerdings konnte Disney in dieses Setting wunderbar Werbepartner einbinden – sehr dezent kommt das nicht daher, sondern eher ziemlich plump. Doch das tut dem Filmspaß, der sich ausgerechnet auf ein Konkurrenzmedium konzentriert, keinen Abbruch. „Ralph reicht´s“ ist ein Volltreffer für so ziemlich jede Zielgruppe – dank frecher, moderner Sprüche im bewährten Erzählmuster in klassischer Disney-Manier.

Kinostart: 6.Dezember 2012

5 Sterne

Trailer:

Copyright Poster + Trailer: Walt Disney Pictures

weitere Filmkritiken

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s