Film | Das ist das Ende / This is the end (Kritik + Trailer)

das ist das ende poster

Handlung: Jay besucht seinen Jugendfreund Seth in Los Angeles. Vor ihnen liegen entspannte Tage mit jeder Menge Marihuana. Doch dann überredet Seth seinen Besuch, bei der Party von James Franco vorbei zu schauen. Jay stellt schnell fest, dass er sich im wilden Trubel der überheblichen Promiriege mit Franco, Jonah Hill und Craig Robinson alles andere als wohlfühlt. Doch das alles verliert an Bedeutung, als plötzlich die Erde bebt und sich im Boden meterlange Löcher auftun. Im Handumdrehen stirbt der Großteil der Partygäste. Nur der harte Kern von sechs Männern übersteht den Angriff unbekannter Mächte. Darunter auch Jay, der sich allerdings nur schwer damit abfinden kann, mit ihm weitestgehend unbekannten und reichlich spleenigen Schauspielkollegen auf engstem Raum zusammengepfercht zu sein und auf das Ende der Welt zu warten. Doch da es an Alternativen mangelt, kämpft er gemeinsam mit den Leidensgenossen darum, zu überleben.

Kritik: Wenn die Welt, wie wir sie kennen, dem Untergang geweiht ist, dann schlägt sich das filmisch zumeist so nieder: Hartgesottene Helden kämpfen sich durch düstere und gefährliche Landschaften und suchen nach dem Hoffnungsschimmer – egal wie klein er auch ist. Aber was, wenn eine Gruppe Ich-bezogener und wenig hartgesottener Hollywood-Schauspieler dem Ende der Welt ins Auge blicken? Dieser eindeutig sehr ironischen und augenzwinkernden Variante des beliebten Stoffes hauchen Evan Goldberg und Seth Rogen mit ihrer gemeinsamen Regiearbeit „Das ist das Ende“ Leben ein. Angefangen hat dieses Filmprojekt mit dem Kurzfilm „Seth and Jay Versus the Apocalypse“ aus dem Jahr 2007. Der Plan, Geldgeber für eine Kinofassung zu finden, ging schließlich auf; der Drehstart verschob sich allerdings um einige Jahre. Besonderheit der Komödie ist, dass sich die Stars einfach selbst spielen – oder zumindest unter ihrem echten Namen agieren. Zudem ist quasi die komplette Stammcrew der Kiffer-Komödie „Ananas Express“ dabei: Neben Seth Rogen („The Green Hornet“) und James Franco („Spring Breakers“, „Die fantastische Welt von Oz“) auch Danny McBride und Craig Robinson. Und nicht nur diese Parallele gibt es: Evan Goldberg und Seth Rogen schrieben bereits zu „Ananas Express“ gemeinsam das Drehbuch. Nun teilen sie sich erstmals die Regie eines Filmes.

Rogen, Franco und Co. können sich in dieser abgefahrenen Handlung mal richtig schön selbst aufs Korn nehmen. Das reicht von sensiblen Weichei-Attitüden, über arrogante Ego-Trips bis hin zu homoerotischen Anspielungen. Letztere sind kein Wunder, spielen Frauen in diesem Film doch so gut wie keine Rolle. Stattdessen geht es um Männerfreundschaften, zugegebenermaßen am Rande des Wahnsinns. Jay Baruchel („Tropic Thunder“) ist dabei noch der Normalste, derjenige, der trotz Schauspielkarriere auf dem Teppich geblieben ist und viel lieber in seiner Heimat Kanada weilt, als im überlaufenen L.A. „Das ist das Ende“ unterhält mit zum Teil derbem Humor, das sollte jedem klar sein, der ihn sich ansieht. Doch die Witze zünden und sind dank einer sich kontinuierlich entwickelnden Handlung Spaß pur. Stehen zunächst die Beziehungen der Männer untereinander im Mittelpunkt, und wie sie sich angesichts der ständigen Bedrohung verändern und strapaziert werden, verlagert sich die Handlung später mehr zum tatsächlichen Überlebenskampf hin. Nachdem Promis wie Rihanna, Emma Watson und Michael Cera („Juno“) schon früh ihre Gastauftritte haben, dürfen in Richtung Finale der aberwitzigen Geschehnisse noch ein paar weitere bekannte Gesichter ihren Teil zum Klamauk beitragen. Wie sich spätestens hier offenbart: Der Film ist kein sinnfreies Aneinanderreihen von Blödeleien, sondern hat einen klaren Aufbau hin zu einem krönenden Finale.

„Das ist das Ende“ ist ein unterhaltsames Weltuntergangsszenario mit jeder Menge Grund zum herzhaften Lachen. Das liegt vor allem daran, dass sich die Darsteller nicht allzu ernst nehmen. Wer die Crew aus „Ananas Express“ und den Humor des Filmes mag, für den ist auch diese Komödie genau das Richtige. Rogen, Baruchel und Co. sind in Hochform und machen die letzten Tage der Welt so amüsant, dass man sie sofort noch einmal erleben möchte – bis zum bitteren Ende.

5 Sterne

Kinostart: 8. August 2013

Trailer:

Copyright Poster + Trailer: Sony Pictures

weitere Filmkritiken

2 Antworten zu Film | Das ist das Ende / This is the end (Kritik + Trailer)

  1. […] wäre nicht der große Scorsese der Regisseur und mit Darstellern wie Leo DiCaprio, Jonah Hill (“Das ist das Ende”) und Matthew McConaughey die erste Riege Hollywoods vertreten, wäre der Film sicherlich viel […]

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s