Film | Malavita – The Family (Kritik + Trailer)

21. November 2013

Malavita - The Family Poster

Handlung: Die Bewohner des kleinen abgelegenen Dörfchens in der französischen Normandie staunen nicht schlecht über ihre neuen Nachbarn: Die vierköpfige Familie aus den USA zieht mit Pomp ins vorher leerstehende Häuschen ein und bringt frischen Wind ins Kaff. Was keiner ahnt: In Wirklichkeit sind die Blakes gebürtige Italiener und lebten lange Zeit in New York, wo Familienoberhaupt Giovanni Manzoni, alias Fred Blake, ein respektiertes Mafiamitglied war. Doch nachdem er in einem Prozess gegen nahezu alle ehemaligen Freunde ausgesagt hat, trachtet man ihm nach dem Leben. Dank Zeugenschutzprogramm kann er nun mitsamt Frau und zwei Kindern ein unauffälliges Leben führen. Dumm nur, dass sich seit dem Einzug die Unglücksfälle häufen. Ein kleiner Supermarkt explodiert, der Klempner findet sich nach einem Besuch bei den Blakes im Krankenhaus wieder und auch in der Schule gibt es reichlich Verletzte. FBI-Agent Stansfield, der die Familie ständig im Auge behält, muss Fred zunehmend bremsen, als der auch noch auf die Idee kommt, seine Memoiren über das aufregende Leben als Mafiosi zu schreiben. Schließlich kommt, was kommen muss: Die einst Verratenen finden heraus, wo ihr Erzfeind sich versteckt.

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Film | Nichts zu verzollen (Kritik)

13. Juli 2011

nichts zu verzollen Poster

Handlung: Der belgische Zöllner Ruben Vandevoorde ist entsetzt: Die Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Belgien sollen gelockert werden, Europa wächst immer mehr zusammen. Für den Franzosenhasser eine Katastrophe. Doch es kommt noch schlimmer: Da er sich vor lauter Ignoranz den Nachbarn gegenüber gehen lässt, muss er zusammen mit dem französischen Zollbeamten Mathias Ducatel Undercover-Dienst schieben. Dass der heimlich mit seiner Schwester zusammen ist, macht die Sache nicht gerade leichter. Als zwischen den beiden Männern tatsächlich so etwas wie Freundschaft entsteht, kommt genau dieses Geheimnis heraus…

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Film | Das Schmuckstück (Kritik)

22. März 2011

Filmposter Das Schmuckstück

Handlung: 1977: Das scheinbar perfekte Familienidyll: Der ehrgeizige Vater Robert Pujol leitet die Regenschirmfabrik des Schwiegervaters, seine Frau Suzanne kümmert sich um das Haus und die beiden erwachsenen Kinder Laurent und Joelle gehen ihren Weg. Doch Suzannes Ego bekommt einen Knacks, als sie begreift, dass sie für den herrischen Mann nicht viel mehr als ein Schmuckstück ist. Als Pujol Ärger mit streikenden Fabrikarbeitern bekommt und in all der Aufregung einen Herzanfall erleidet, ist Suzannes große Stunde gekommen. Sie übernimmt die Position ihres Mannes und wird Geschäftsführerin.

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Film | Unsere Ozeane (Kritik)

11. März 2010

Filmplakat "Unsere Ozeane"

Springende Delfine, jagende Haie, sich sonnende Robben und wandernde Krebse: Die französischen Naturfilmer Jacques Perrin und Jacques Cluzaud präsentieren faszinierende Bilder aus den Meeren und von den Küsten & Stränden unserer Erde. Aus einmaligen Perspektiven (beispielsweise unmittelbar unter einem Rochen hindurch) und mit völlig neuen Einblicken in eine unterschätzte und größtenteils unbekannte Welt. Trotz der Schönheit und Friedlichkeit der Bilder schwimmt ein kritischer Unterton mit. Denn Umweltverschmutzung und Klimawandel bedrohen die Artenvielfalt der Unterwasserwelt. Trotz beeindruckender Aufnahmen bleibt der Aussagegehalt allerdings auf der Strecke. Vielleicht wollten die Filmemacher den mahnenden Zeigefinger nicht zu sehr erheben um die Menschen vordergründig wegen der schönen Aufnahmen ins Kino zu locken und nicht mit zuviel Moralgehalt abzuschrecken, aber dennoch empfand ich die eingestreute Kritik als zu knapp. Gerade weil das Leben in den Meerestiefen so geheimnisvoll, fremd und unbekannt ist, wären außerdem mehr Beschreibungen und Erläuterungen des Gesehenen von Vorteil gewesen. Auch unter dem Aspekt, dass Eltern mit ihren Kindern den Film ohne Altersbeschränkung besuchen, hätten mehr Erklärungen der Bilderwelt mehr Gewinn erbracht. So entwickelt sich „Unsere Ozeane“ an vielen Stellen in Richtung Belanglosigkeit und könnte auch eine Dokumentation sein, die im Fernsehprogramm läuft – obwohl sie dafür schon wieder zu wenig informativ ist. Die Sequenzen in denen der Großvater dem Enkel beeindruckte Dinge zeigt, auf Probleme hinweist oder Lebensweisheiten mitgibt, wirken dagegen schon wieder zu philosophisch und pathetisch um sich gut in den Film einzufügen. Trotz dieser Haken bleiben dem Zuschauer tolle Aufnahmen vom Meer und deren Bewohner, die von den beiden Filmemachern über vier Jahre hinweg gesammelt wurden. Das Händchen für besondere Details und noch nie gesehene Aspekte haben die Macher in jedem Fall, aber wer sich Informationen und eine Begleitung durch das Geschehen wünscht, wird enttäuscht. Man ist gezwungen alleine durch den Film zu „gehen“ und es liegt im persönlichen Ermessen welchen Schluss man daraus zieht. Manchen mag das reichen weil es durch die tollen Aufnahmen wettgemacht wird, aber manche werden sich etwas verloren fühlen und dem Film so nicht genug abgewinnen können. Ich gehöre zu letztere Kategorie.

Der Film läuft seit dem 25. Februar in den deutschen Lichtspielhäusern.

2.5 Sterne

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Film | Séraphine (Kritik)

14. Dezember 2009

Handlung: 1912: Der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde zieht in ein Haus im französischen Städtchen Senils. Dort will er sich vom hektischen Großstadtleben erholen und dem Schreiben widmen. Als Haushaltshilfe wird ihm die unscheinbare Séraphine gestellt, die ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllt, aber nicht sonderlich gesellig auf Uhde wirkt. Eines Tages entdeckt er bei den Nachbarn ein kleines, auf Holz gemaltes Bild, dass er sofort fasziniert kauft. Sehr groß ist seine Verwunderung als er erfährt, dass Séraphine die Malerin dieses kleinen Gemäldes mit Blumenmotiv ist. Die mittellose und bereits in die Jahre gekommene Frau steckt all ihr Geld in Malutensilien und mischt sich ihre Farben größtenteils aus Naturrohstoffen. Tagsüber verdient sie sich ihr Geld zum leben und nachts malt sie in ihrem kleinen Zimmer die naturverbundenen floralen Bilder. Uhde ist so begeistert von ihrem Talent, dass er Séraphine fördern möchte und ihre Bilder sogar ausstellen will. Noch bevor es dazu kommt, bricht der 1.Weltkrieg aus, was den Kunstsammler dazu zwingt aus Frankreich zu fliehen. Die verschlossene Malerin bleibt zurück und widmet sich weiterhin der Kunst, auch noch während vor der Türe bereits die Bomben fallen. Viele Jahre später kann Uhde Séraphine erneut ausfindig machen und ist immer noch begeistert von deren Motiven. Doch inzwischen hat sich einiges geändert. Die finanziellen Mittel des Kunstsammlers reichen nicht mehr aus um eine Ausstellung in Paris ohne weiteres auf die Beine zu stellen. Doch Séraphine wird immer ungeduldiger und flüchtet sich verstärkt in eine eigene Welt.

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