Film | Side Effects (Kritik + Trailer)

26. April 2013

side effects poster

Handlung: Eigentlich könnte Emily richtig glücklich sein. Nach vier Jahren Haftstrafe wegen Insiderhandel ist ihr Mann Martin endlich wieder auf freiem Fuß. Doch schon kurz nach der ersten Wiedersehensfreude, stellen sich bei der jungen Frau Depressionen ein. Ein Grund dafür ist vor allem der Lebenswandel, den sie durchleben musste, als ihr Martin ins Gefängnis kam. Nach einem lockeren Leben in Luxus und Sorglosigkeit folgte der Abstieg zu einem wesentlich einfacheren Leben. Nachdem Emily sogar mit ihrem Auto gegen die Wand eines Parkhauses brettert, nimmt der Psychiater Dr. Jonathan Banks sie in Behandlung. Nachdem seine Methoden wenig fruchten, holt er sich Rat bei Emilys alter Psychologin Dr. Victoria Siebert. Die bringt ihn auf ein neues Medikament, das besonders gut bei Depressionen wirken soll. Es scheint bei der jungen Frau zu wirken, doch dann zeigen sich ungeahnte Nebenwirkungen.

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Film | 360 (Kritik + Trailer)

16. August 2012

360 poster

Handlung: Michael Daly hat geschäftlich in Wien zu tun. Für den Abend bestellt er sich eine Frau vom Escortservice in ein Hotel. Doch kurz bevor es zum Aufeinandertreffen kommt, wird Michael abgehalten, da er Geschäftspartnern begegnet und sich nicht verraten will – immerhin ist er verheiratet und hat ein Kind. Diese Wendung hat im Folgenden Einfluss auf das Leben vieler anderer Menschen: Michaels Frau Rose beendet wegen seines liebevollen Anrufs ihre Affäre mit dem brasilianischen Fotografen Rui. Der hingegen verpasst durch sein letztes Techtel-Mechtel, wie seine Freundin ihn verlässt. Die lernt bei ihrer Rückreise in die Heimat neue Menschen kennen. Dabei ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Unterdessen wird ein wohlhabener Gangsterboss auf Mirka aufmerksam, die Prostituierte, mit der Michael ursprünglich schlafen wollte. Als sie sein Geld sieht, wittert sie die große Chance auf ein neues Leben im Luxus.

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Film | Sherlock Holmes (Kritik)

11. Februar 2010

Poster Sherlock Holmes

Handlung: Sherlock Holmes, der berühmteste Detektiv Englands, steckt in einer Krise. Seit Monaten kein Auftrag mehr und ohne kniffelige Fälle, die Holmes einmalige Beobachtungs- und Kombinationsgabe fordern, verfällt der brillante Denker in einen vereinsamten Kauz. Zu allem Überfluss plant sein einziger „Verbündeter“, der bodenständigere Dr. Watson mit dem zusammen er die Kriminalfälle löst, seine Freundin Mary zu heiraten. Das gefällt Holmes ganz und gar nicht, denn was wird dann aus dem Traumgespann, das Englands Hauptstadt von Verbrechern säubert und die linke Hand von Scotland Yard geworden ist? Plötzlich wartet dann doch eine neue Herausforderung auf das ungleiche Gespann: Eine Serie von Ritualmorden hält die Stadt in Atem, mit etwas Glück gelingt es Holmes und Watson ein weiteres Opfer zu retten. Außerdem wird der Täter gestellt: Es handelt sich um den mysteriösen Lord Blackwood, der wegen der grausamen Morde zum Tode verurteilt wird. Zunächst scheint der Fall damit geklärt, doch ganz im Gegenteil gehen die Rätsel hier erst richtig los. Denn nachdem der inhaftierte Blackwood die Gefängniswärter und die Mitgefangenen gedanklich zu beeinflussen scheint, wartet nach seiner Hinrichtung die nächste Überraschung: Seine Leiche verschwindet aus der Gruft, stattdessen liegt ein als vermisst geltender Kleinwüchsiger im Sarg. Was ist mit Blackwood geschehen, ist er tatsächlich in der Lage von den Toten wieder aufzuerstehen? Auf Holmes wartet ein spannender Fall, in den auch seine Verflossene Irene verwickelt ist und die ihn neben Scotland Yard ebenfalls um Hilfe bittet, die Geschehnisse aufzuklären.

Kritik: Sherlock Holmes ist eigentlich eine Romanfigur die Ende des 19. und Beginn des frühen 20. Jahrhunderts als Detektiv tätig war, geschaffen von dem britischen Autor Sir Arthur Conan Doyle. Doch der Erfolg dieser Figur, die Kriminalfälle dank besonderer Beobachtungsgabe und logischem Denken auf höchstem Niveau löst, spricht für sich. Sowohl im Fernsehen als auch auf der Kinoleinwand, erwacht Holmes zu visuellem Leben, der jüngste Versuch sich an den weltbekannten Detektiv heranzuwagen stammt von Guy Richie. Der eigenwillige Regisseur machte in der Vergangenheit bereits aus dem smarten Brad Pitt einen ungehobelten Haudegen mit markantem Sprachfehler im Erfolgsfilm „Snatch“ und gab seiner damaligen Frau Madonna die Hauptrolle im Flop „Swept Away“. Bei Richie liegen Erfolg und Pleite also dicht beieinander, daher gehen die Blicke umso neugieriger zu seiner Neuinterpretation von Sherlock Holmes. Zunächst hat er Robert Downey Jr. für die Titelrolle ausgewählt, womit er alles richtig gemacht hat. Der Charakterdarsteller verkörpert vor allem die Spleens des Detektivs hervorragend und lässt ihn zeitweise zum menschenunfreundlichen Irren mutieren. Ihm zuzusehen ist in jedem Fall ein Fest. Jude Laws Rolle des Dr. Watson gibt zugegebenermaßen nicht ganz so viel her, ist er doch der vernünftige und bodenständige Arzt, der seinen verlorenen Partner wacker begleitet und ihm beisteht. Richie legt in dieser modernen Variante viel Gewicht auf den Unterhaltungswert der Geschichte. Action, Humor und Rätselraten wechseln sich gelungen ab, besonders die Zeitlupensequenzen, beispielsweise von kleinen Explosionen oder einem geplanten Boxangriff, sind besonders schön anzusehen. Wer den traditionellen Sherlock Holmes erwartet, der mit kariertem Jackett und passendem Hut vor sich hin kombiniert, könnte hingegen enttäuscht sein, denn dieser Sherlock tritt gerne ins Fettnäpfchen, testet allerlei Mittelchen an seinem gebeutelten Hund und in seiner Freizeit verdient er sich etwas Geld mit Boxkämpfen dazu. Doch für Liebhaber der alten Romanfigur bleiben ein paar Anlehnungen: Die Pfeife ist ständiger Begleiter und immerhin spielt das Ganze immer noch im ausgehenden 19. Jahrhundert. Richie erfindet die Figur Holmes nicht neu, zeichnet sie aber gekonnt nach, gibt ihr Witz, Selbstironie, Kraft und die richtige Portion Kombinationsgabe mit. Wer Action, Gags und Rätsel sehen will, ist im neuen „Sherlock Holmes“ genau richtig, wer hingegen in der Nostalgie der alten britischen Tradition schwelgen möchte, der greift vielleicht doch lieber auf die alten Romane oder Spielfilme zurück.

Fazit: Der coole Robert Downey Jr. verkörpert den modernen Sherlock Holmes bravourös. Der kauzige Detektiv arbeitet sich zusammen mit Dr. Watson durch einen mysteriösen Fall voller Action, Witz und schräger Gegenspieler. Gespickt mit Spezialeffekten und tollen Kamerafahrten ergibt sich daraus ein unterhaltsames Abenteuer. Bei Fans des traditionellen Holmes, könnte sich bei dieser Umsetzung hingegen etwas Enttäuschung breit machen, denn die Handlung bleibt doch etwas zu oberflächlich, um all zu nachhaltig zu beeindrucken.

Sherlock Holmes startete am 28. Januar in den deutschen Kinos.

3 Sterne

weitere Filmkritiken


Film | Das Kabinett des Dr. Parnassus (Kritik)

3. Januar 2010

Handlung: Abend für Abend versucht der geheimnisvolle Dr. Parnassus das Publikum auf der Straße zu verzaubern. Zusammen mit seiner Tochter Valentina, dem Gehilfen Anton und dem kleinwüchsigen Percy betreibt der alte Mann eine klapprige Wanderbühne. Doch das dürftige Programm schafft es inzwischen nicht mehr, die Menschen zu begeistern. Stattdessen ernten die Gaukler Spott und Hohn. Dabei befindet sich auf der Bühne ein magischer Spiegel: Wer diesen durchschreitet landet in seiner ganz eigenen Phantasiewelt. Doch diese birgt auch Gefahren, wie einige Menschen, die in den Spiegel hineingehen, erfahren müssen. Eines Abends rettet die Truppe den jungen Mann Tony, der am Strick von der Brücke baumelt. Nachdem er wieder zu sich kommt, kann er sich nicht mal mehr an seinen Namen erinnern. Parnassus willigt ein, den Unbekannten aufzunehmen. Schnell entpuppt er sich als wahrer Charmeur und lockt so viele Menschen wie selten an die Wanderbühne. Das kommt dem alten Parnassus sehr gelegen, denn er hat gerade eine Wette mit dem Teufel abgeschlossen. Eigentlich muss er seinem dunklen Gegenspieler seine schöne Tochter überlasse, wenn sie in wenigen Tagen 16 Jahre alt wird. Doch wenn er es nun vor dem Teufel schafft, fünf Seelen zu fangen, darf er seine geliebte Tochter behalten. Kann er die Wette mit Tonis Hilfe gewinnen?

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