Film | Genug gesagt (Kritik + Trailer)

23. Dezember 2013

genug gesagt poster

Handlung: Eva ist eine gestandene Frau, die sich als Masseurin selbstständig gemacht und einen beachtlichen Kundenstamm aufgebaut hat. Allerdings ist sie geschieden, und während ihr Ex wieder glücklich vergeben ist, tut sie sich schwer, einen neuen Partner zu finden. Doch dann lernt sie auf einer Party den gutmütigen Albert kennen. Über ein paar Umwege finden die beiden zueinander, teilen den gleichen Humor und das Schicksal, dass die einzige Tochter flügge wird und bald wegzieht, um aufs College zu gehen. Alles läuft gut, bis Eva merkt, dass ihre neue Kundin Marianne die Ex-Frau von Albert ist. Und die lässt kein gutes Haar an ihm, während sie sich vertrauensvoll bei ihrer Masseurin und neuen Freundin darüber auslässt, wie schief ihr bisheriges Liebesleben gelaufen ist. Evas Neugier siegt über die Vernunft und so klärt sie die Situation nicht auf, sondern stellt ihren neuen Partner auf den Prüfstand – anhand all der Macken, die Marianne ihr nichtsahnend auftischt.

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Film | Brautalarm (Kritik + Trailer)

15. Juli 2011

Braut Alarm Poster

Handlung: Annie steht nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens: Ihre Selbstständigkeit als Cafe-Besitzerin führte sie in den Bankrott und statt einer reifen Beziehung pflegt sie nur eine sporadische Affäre mit einem selbstverliebten Macho, der sie nach dem Sex elegant vor die Tür setzt. Als sich dann auch noch ihre beste Freundin Lillian verlobt und Annie beim Aufeinandertreffen der Brautjungfern, ihre schärfste Konkurrentin kennenlernt, geht es weiter bergab. Den Junggesellinenabschied ruiniert Annie ungewollt und auch bei der Kleideranprobe geht einiges daneben. In ihrer steigenden Verzweiflung bemerkt Annie noch nicht einmal, dass sie einen ganz besonderen Mann kennenlernt, der sie nicht nur für das Eine haben will.

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Film | Greenberg (Kritik)

30. März 2010

greenberg poster

Handlung: Phillip Greenberg steht mitten im Leben und kann sich wirklich nicht beschweren: Verheiratet, zwei bezaubernde Kinder, ein Familienhund und eine Villa inklusive Pool als Eigenheim. Da ist der Urlaub in Vietnam bloß noch das I-Tüpfelchen – Haushaltshilfe Florence kümmert sich unterdessen um den Hund und alles was so anfällt. Dazu gehört dann wohl auch Roger, Phillips Bruder, der während des Familienurlaubs in der schicken Hütte leben darf. Der Ex-Musiker hält sich inzwischen mit Tischlerarbeiten über Wasser und versucht sich gerade Mal im Nichts tun. Der allein stehende Vierzigjährige hat so einige Marotten und war nach einem Zusammenbruch bereits im Krankenhaus, von seinen zahlreichen Therapien ganz abgesehen. Am meisten dreht er auf wenn er Beschwerdebriefe an diverse Unternehmen formuliert, doch im Umgang mit seinen Mitmenschen hält er sich entweder total zurück oder bekommt unverständliche Wutausbrüche. Auch die wesentlich jüngere Haushaltshilfe Florence bekommt Rogers Eigenheiten zu spüren. Doch die Einsamkeit und die Sorge um den kranken Haushund lassen die Beiden immer wieder aufeinander treffen und sich näher kommen. Roger ist dabei nur leider kein leichter Zeitgeselle. Dennoch kommt Florence nicht umhin Gefühle für den Kauz zu entwickeln.

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Film | Up in the Air (Kritik)

2. Februar 2010

Handlung: Seine Angestellten zu feuern ist keine leichte Sache. Für manche Chefetagen ist das eine so unangenehme Sache, dass sie lieber eine Firma damit beauftragen, die Kündigungen auf schonende und sachliche Weise vorzunehmen. Ryan Bingham ist der fähigste Mitarbeiter einer solchen Firma, er kündigt den armen Mitarbeitern gekonnt und professionell, egal wie sie reagieren. Außerdem liebt er die ständigen Flüge in allerlei Städte der USA um die Kündigungen persönlich vorzunehmen, da zu Hause sowieso niemand auf ihn wartet. Sein kleines Appartement enthält für seine kurzen Aufenthalte nur das Allernötigste und er ist richtig froh, wenn er wieder im nächsten Flieger sitzt um seine Arbeit zu machen und fleißig Flugmeilen zu sammeln. Bei all dem hat der alternde Ryan eine sehr klare Vorstellung von seinem künftigen Leben: Niemals heiraten, niemals Kinder kriegen und auch die Liebe wird überschätzt. Er hält sogar Vorträge darüber, dass persönliche Bindungen nur störender Ballast sind. Doch nach und nach bringen ihn ein paar Begegnungen ins Wanken, was seine nüchterne Sichtweise betrifft. Zunächst lernt er die Geschäftsfrau Alex kennen, mit der er sofort auf einer Wellenlänge liegt. Sie haben offensichtlich das gleiche Leben, die gleichen Interessen und lassen sich auf eine lockere Affäre miteinander ein. Doch schon kurz darauf droht Ryans gewohntes Leben zwischen Flieger und Hotelaufenthalt zu enden, denn in seiner Firma gibt es eine neue Mitarbeiterin namens Natalie, die ein neues Konzept vorstellt: Kündigungen via Webcam, das würde Kosten sparen und alle Mitarbeiter künftig an den Schreibtisch fesseln. Lange Flüge und Reisen wären dann nicht mehr nötig. Ryan kocht vor Wut und das wird auch nicht besser, als Natalie ihn bei seinen nächsten Reisen begleiten soll um den Arbeitsablauf der Firma besser kennen zu lernen. Ist es tatsächlich bald aus mit dem angenehmen Leben, das keiner Sesshaftigkeit bedarf? Oder kommt Ryan eines Tages doch noch zu der Einsicht, dass das Leben ohne persönliche Bindungen und Jemanden an seiner Seite ganz schön trostlos und einsam sein kann?

Kritik: Ein smarter und cooler George Clooney, dessen überzeugte Einzelgänger-Haltung langsam ins Wanken gerät. Das klingt nach einer guten Grundidee mit männlichem Publikumsmagnet für eine flotte und unterhaltsame Komödie. Das trifft auf „Up in the Air“ zwar auch zu, aber diese Wirkung ist wohlgemerkt ziemlich kurzweilig. Zunächst stehen die systematischen Kündigungen im Fokus der Handlung. Dabei wird die Ironie deutlich, dass trotz der schwersten Wirtschaftskrise immer noch ein paar Gewinner übrig bleiben. In diesem Fall eine Firma, die Mitarbeitern diverser Unternehmen beibringt, dass sie ihren Job verlieren. Somit erlebt der Zuschauer die allgegenwärtige Wirtschaftskrise aus einem neuen Blickwinkel. Und zwar aus dem einer Person, die davon noch profitiert und ein Leben mit Bonuspunkten und Kreditkarten genießen kann. Doch dann spielen zwischenmenschliche Beziehungen eine immer größere Rolle und irgendwann befindet sich die aalglatte Hautfigur Ryan, mit der fragwürdigen Meinung ein Leben allein würde Erfüllung bringen, auf der Hochzeit seiner kleinen Schwester. Das passt insgesamt einfach nicht zusammen und lässt ein rundes, abgestimmtes Filmerlebnis vermissen. Wahrscheinlich sollte die Veränderung der Einstellung des Hauptcharakters geschickt dargestellt werden, indem er sich vom grauen Arbeitsalltag immer mehr entfernt, aber herausgekommen ist eher ein Mix aus Gesellschaftssatire und seichter Liebeskomödie, der einen gemeinsamen Nenner vermissen lässt. Das Grundthema ist wohl die Liebe und die Freundschaft, das was den Menschen stark und glücklich macht – gegen Ende werden die Fäden dieses Films auch wieder ein bisschen zusammengeführt. Dennoch fehlt es „Up in the Air“ ein bisschen an Pfiff und originellem Humor um im Gedächtnis zu bleiben. Neben einigen guten Einfällen, zum Beispiel den aneinander gereihten Szenen der gekündigten Mitarbeiter und ihren Reaktionen oder der Fotopappe des künftigen Brautpaares das an verschiedenen Plätzen der Welt geknipst werden soll, gibt es auch einige dröge Sequenzen. Die Botschaft des Filmes, dass geliebte Menschen eben kein Ballast sondern vielmehr eine Bereicherung für das Leben sind, ist dann trotz aller Satire, Überspitzung und Themenmischmasch eine sehr simple Botschaft. Was Protagonist Ryan erst innerhalb von 109 Filmminuten lernen muss, war dem Zuschauer von vorneherein klar. Mit einem Aha-Effekt braucht man bei diesem Film also wirklich nicht zu rechnen. Von der heute bekannt gegebenen Oscarnominierung für den „Besten Film“ sollte man sich an dieser Stelle nicht zu sehr blenden lassen, denn dazu fehlt es dem Streifen definitiv an Einfalls- und Überzeugungskraft.

Fazit: Ein Film zwischen Romanze, Komödie und Gesellschaftskritik, der aber leider keine gelungene Mischung daraus entwirft, sondern einen ungeordneten Mix. Da rettet auch ein selbstbewusster, aber auf völlig falschen Faden wandelnder George Clooney nicht viel. Ein paar schöne Ideen retten die Handlung zu einer netten Unterhaltung für einen Kinoabend, aber im Gedächtnis bleibt dieser bemühte und doch mit einer so simplen Botschaft versehene Streifen leider nicht.

Der Film startet am 04.Februar 2010 in den deutschen Kinos.

2.5 Sterne

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Film | Küss den Frosch (Kritik)

31. Dezember 2009

Handlung: Tiana ist jung, hübsch und warmherzig – aber eines ist sie nicht: eine Prinzessin. Ihre beste Freundin Charlotte ist zwar auch keine, aber lebt zumindest so. Während der reiche Vater Big Daddy ihr jeden Wunsch von den Augen abliest, muss Tiara hart arbeiten um ihren bescheidenen Verhältnissen zu entkommen. Sie schuftet Tag und Nacht und spart dabei jeden Cent um den Traum des verstorbenen Vaters zu verwirklichen: Ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Charlotte strebt nach ganz anderen Dingen: Ein waschechter Prinz kommt in die Stadt und sie wünscht sich nichts mehr, als ihn zu heiraten. Tatsächlich besucht der stattliche Prinz Naveen eine Party auf dem Anwesen von Charlottes Vater und scheint angetan. Keiner ahnt dass der echte Prinz kurz vorher einem hinterlistigen Vodoomeister aufgesessen ist und in einen Frosch verwandelt wurde. Erlösen kann ich nur der Kuss einer Prinzessin. Also setzt er alles daran seine menschliche Gestalt wieder zu erlangen. So sitzt er nun vor der überraschten Tiana, die er aufgrund eines Kostüms für die Prinzessin hält. Da er ihr anbietet, ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen, überwindet sie sich zu einem Kuss und muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie dadurch selbst in einen Frosch verwandelt wurde. Nun stehen zwei tollpatschige Frösche vor der Herausforderung ihres Lebens – den Zauber brechen und wieder zu Menschen werden…

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