Das Michael-Jackson-Phänomen

8. Dezember 2009

Über 5 Monate ist der Tod des King of Pop inzwischen her, die Medien haben das Thema ausgeschlachtete solange es ging. Inzwischen hat sich der Hype um den Verstorbenen gelegt, zurzeit gewinnt das Ereignis lediglich in den großen Jahresrückblicken noch einmal an Bedeutung. Aber insgesamt hat sich das öffentliche Interesse gelegt. Nun liegt es an jedem selbst was er aus dieser Begebenheit macht und ich muss gestehen, dass mich der Tod dieses Menschen, den ich persönlich nicht kannte, inzwischen fast noch mehr beschäftigt als zur Zeit des großen Medienrummels. Es ist wirklich ein Phänomen, eines das ich mir selbst nicht so recht erklären kann und das andere für lächerlich erachten.

Wenn ein Star stirbt dann bedauert man das vielleicht, weil man diesen ganz gerne gesehen hat. Also Sänger, als Schauspieler oder in welcher Rolle auch immer. Aber das legt sich, denn es beeinflusst den Alltag eigentlich nicht. Auch der Tod von Michael Jackson war für mich ein Schock, aber ich dachte eben das legt sich. So ganz hat das nicht hingehauen. Warum? Vielleicht weil ich mit diesem talentierten Sänger meine Kindheit verbinde. Weil ich daran denke wie ich die alten Kassetten meines Vaters ständig bei mir hörte und im Zuge der Entwicklung auch seine CDs konsumierte. Weil ich mich erinnere wie oft diese Musik mich begleitet hat. Weil ich daran denke wie ich damals den Film „Moonwalk“ im Fernsehen sah und ihn großartig fand. Weil ich mich erinnere wie ich Michael Jackson lange Zeit „süß“ fand. Nach und nach hat sich dieser Mensch verändert und schließlich tat er mir vor allem leid. Durch seinen Tod erlebten seine Lieder ein Revival bei mir und ich musste „This is it“ einfach im Kino sehen. Erklären kann ich das alles auch nicht so recht, aber für mich ist der Tod des King of Pop eine emotionale Sache, die mir zwar nicht das Leben schwer macht aber mir in ruhigen Momenten immer mal wieder die Tränen in die Augen treibt. Ich nehme es so hin und schwelge in Erinnerungen. Das ist es wohl: Das Michael-Jackson-Phänomen.

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Good Bye Gondelbahn

2. Dezember 2009

Die Gondelbahn im Phantasialand ist Geschichte, das ist inzwischen kein Gerücht mehr, wie zwischendurch schon mal, sondern traurige Gewissheit. Nach 39 Jahren Dienst musste eine der ältesten Attraktionen des Parks weichen. Innerhalb weniger Wochen – schon kurz nach dem Ende der Sommersaison – wurden die Gondelbahn und der daneben liegende Walzertraum still und leise dem Erdboden gleich gemacht, inzwischen ist diese Fläche eine platte und abgesperrte Baustelle. So schnell kann ein Stück Geschichte verschwinden. Nun beginnen langsam aber sicher in Foren die Spekulationen darüber, was auf diese Fläche gebaut wird. Die Möglichkeiten sind groß und der genaue Platz schwer einschätzbar. Wer weiß schon was die Verantwortlichen so alles vorhaben… Natürlich bin auch ich neugierig was das Phantasialand uns dort demnächst zu bieten hat und sicherlich freue ich mich auch über eine schnelle Fahrattraktion. Dennoch schaue ich auch etwas wehmütig auf das, was da verschwunden ist. In meinem Familienalbum zeugen alte Fotos noch von meiner Fahrt als Kind mit meinen Eltern in der Gondelbahn – und ich fand es unfassbar aufregend. Dieses Gefühl ist im Laufe der Zeit zugegebenermaßen verflogen, aber die Nostalgie fuhr immer schaukelnd mit. Auch über ein neues langsames Fahrgeschäft – sozusagen eine moderne Märchenbahn – würde ich mich freuen. Denn es muss ja nicht immer höher, schneller und weiter sein.